POL-AA: Rainau: Ergänzung zum Überfall auf Lkw-Fahrer

04.02.2016 – 13:41

Ostalbkreis (ots) - Die polizeilichen Fahndungsmaßnahmen nach den Tätern, die am Donnerstagmorgen in der Nähe von Ellwangen einen Lkw angehalten und dessen Fahrer überfallen haben, werden fortgesetzt. Ergänzend zum ersten Pressebericht kann nun mitgeteilt werden, dass der Lkw-Fahrer durch einen vorgetäuschten Unfall zum Anhalten veranlasst wurde. Der 36-Tonnen-Lastzug war auf der Bundesstraße 290 aus Richtung Ellwangen in Richtung Bundesstraße 29, Strecke Aalen-Bopfingen, unterwegs. Auf Höhe des dortigen Bucher Stausees sah der Fahrer gegen 6.40 Uhr am rechten Fahrbahnrand eine Person. Als er an dieser vorbeifuhr, vernahm er einen Schlag und befürchtete, die Person angefahren zu haben, weshalb er in den unmittelbar folgenden Parkplatz einfuhr. Dort kam es dann zu dem Überfall durch zwei Männer, den er letztlich abwehren konnte. Der 56-jährige Lkw-Fahrer wurde durch einen Tritt leicht verletzt, benötigte aber keine ärztliche Behandlung. Dem größeren der beiden Täter verletzte der Lkw-Fahrer einen Finger so stark, dass er gebrochen sein könnte. Beide Täter flüchteten anschließend ohne Beute. Der im Übrigen leere Lastzug wurde von den Männern nicht wie zunächst angenommen, vor der Flucht noch durchsucht, die Täter flüchteten direkt nach der Auseinandersetzung. In der Dunkelheit konnte nur beobachtet werden, dass die Flucht zumindest zunächst auf der westlichen Seite der Bundesstraße, also auf der Bucher Seite, stattfand. Die Polizei bittet die Bevölkerung um ihre Mithilfe. Derzeit kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass statt der zwei Täter vielleicht auch drei Täter beteiligt waren, wenn derjenige, der den Unfall vorgetäuscht hat, nicht an der folgenden Auseinandersetzung beteiligt war. Die bislang bekannte Beschreibung der beiden Männer, die unmittelbar an der Auseinandersetzung beteiligt waren, kann wie folgt ergänzt werden: der eine Täter wird auf eine Größe von 1,90 Meter geschätzt. Er trug eine dunkle Hose und eine dunkle Jacke. Er ist an einem Finger verletzt, an welcher Hand ist nicht bekannt. Der andere Täter war rund 1,75 Meter groß und hatte eine dunkle, vielleicht dunkelgrüne, Steppjacke an. An der Jacke befand sich eine Kapuze mit Fellbesatz. Die Kriminalpolizei fragt:

   -	Wem sind die Personen an der Bundesstraße 290 schon vor der Tat, also vor 6.40 Uhr aufgefallen? 
   -	Wurde jemand durch Fußgänger zum Anhalten aufgefordert? 
   -	Hat jemand nach der Tat Personen beobachtet, die zu Fuß rund um  den Tatort unterwegs waren, also in den Bereichen Rainau-Schwabsberg, Rainau-Buch, Rainau-Goldshöfe, Rainau-Dalkingen,  Westhausen-Jagsthausen und den Weilern und Einzelhöfen in diesem  Bereich? 
   -	Ist jemand in diesem Bereich ein Fahrzeug aufgefallen, das in  der Zeit zwischen fünf und sieben Uhr dort abgestellt war? 
   -	Wurde jemand bei einem Arzt mit einer Handverletzung vorstellig, deren Umstände Fragen aufwerfen? 

Hinweise werden unter Telefon 07361/5800 entgegen genommen.

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Quelle: news aktuell / dpa