LK Schwäbisch Hall (ots) - Die Beschädigungen an den Fensterscheiben von Wohnhäusern wurden nach Feststellungen der Polizei nicht durch Schusswaffen verursacht. In drei Fällen war die äußere Scheibe der Doppelverglasung beschädigt worden. Bei der ersten Besichtigung durch die Polizei nach den Meldungen am Sonntagabend, hatte sich der Verdacht ergeben, dass die Schäden durch Schießen mit einer scharfen Waffe, allerdings mit entsprechend geringer Bewegungsenergie, entstanden sind. Die unmittelbar eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen, auch mit unterstützenden Polizeikräften mehrerer Dienststellen aus der Nachbarschaft, verliefen bislang ohne Erfolg. Am Montagmorgen wurden die Spurensicherungsmaßnahmen der Polizei fortgesetzt. Dabei stellte sich nach Überzeugung der spezialisierten Spurensicherer der Schwäbisch Haller Kriminalpolizei, heraus, dass die Beschädigungen sicher nicht durch Projektile einer Schusswaffe verursacht wurden, sondern durch eine Zwille (Schleuder) oder ein ähnliches Gerät. Diese Einschätzung wurde durch einen hinzugezogenen Sachverständigen des Landeskriminalamtes bestätigt. Zeugen sprachen zwar davon, dass im Zeitraum, in dem die Beschädigungen angerichtet wurden, auch Schussgeräusche zu hören waren. Derzeit wird diesbezüglich von der Hypothese ausgegangen, dass die Täter ihr Tun durch die akustische Begleitung mit Schussgeräuschen möglicherweise dramatisieren wollten. Weitere Geschädigte und Zeugen, die Angaben zu den Taten machen können, werden gebeten, sich unter Telefon 0791/4000 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Zu Ihrer Information ist die zu obiger Meldung gehörige Ursprungsmeldung von heute Morgen noch einmal angefügt:
Schwäbisch Hall: Sachbeschädigung durch Schüsse
An mehreren Gebäuden wurden am Sonntagabend Fensterscheiben beschädigt. In allen Fällen wurde an den doppelt verglasten Scheiben jeweils das äußere Glas beschädigt. Die Polizei geht aufgrund der Feststellungen vor Ort davon aus, dass die Fenster mit einer Schusswaffe beschossen wurden. Die bislang bekannten drei Tatorte befinden sich Im Mozartwinkel, im Heinrich-Schütz-Weg und im Beethovenweg. Die Tatzeiten liegen wohl zwischen 19 und 20 Uhr. Die Polizei leitete daraufhin Fahndungsmaßnahmen ein, in die auch Polizeikräfte aus den Revieren Crailsheim und Backnang, der Verkehrspolizei Kirchberg und der Polizeihubschrauber eingebunden waren. Die Fahndung verlief ohne den erhofften Erfolg. Weitere Geschädigte und Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Schwäbisch Hall, Telefon 0791/4000 in Verbindung zu setzen.
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