Heidelberg/Hockenheim/Mannheim/Rhein-Neckar-Kreis (ots) - Am Mittwochnachmittag, zwischen 17.30-17.50 Uhr, meldete sich bei älteren Mitmenschen in den Stadtteilen Neuenheim, Wieblingen und in der Südstadt ein vermeintlicher Kriminalbeamter, der versuchte persönliche, auch finanzielle Dinge zu erfragen.
Die Angerufenen reagierten goldrichtig und ließen sich nicht ins "Bockshorn jagen". Sie fragten nach der Telefonnummer oder legten einfach auf, nachdem ihnen die Geschichte des Anrufers dubios vorkam.
Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler dürfte es sich bei dem Anrufer in allen drei Fällen um denselben Mann gehandelt haben.
Wenige Stunden zuvor, kurz nach 16 Uhr, hatte ein Hockenheimer ein ähnliches Erlebnis. Im Gegensatz zu den Heidelberger Fällen meldete sich hier eine Frau und gab sich als Beamtin des Bundeskriminalamtes aus. Sie versuchte über den Angerufenen Informationen über eine ältere Nachbarin zu erlagen. Auch der Hockenheimer wurde schnell misstrauisch und führte das Telefonat nicht weiter, sondern informierte die Polizei.
Ob die Fälle in Heidelberg und Hockenheim zusammenhängen, ist derzeit noch unklar und Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Wird man mit einem Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten konfrontiert wird, bitte immer die örtliche Polizeidienststelle informieren oder den Polizeinotruf 110 wählen. Schnelle Erstinformationen über "falsche Polizeibeamte" sind für die Ermittler der Kriminalpolizei ein wichtiger erster Schritt, die Anrufer zu enttarnen und ihrem Treiben ein Ende zu setzen.
Da nicht ausgeschlossen ist, dass sich in den nächsten Tagen oder Wochen ähnliche Anrufe in der Region wiederholen, hier einige Tipps im Umgang mit Anrufen "falscher Polizeibeamter":
Weitere Informationen sind über die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Heidelberg, Tel.: 06221/99-1234 und in Mannheim, Tel.: 0621/174-1212 zu erhalten.
Polizeipräsidium Mannheim
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Norbert Schätzle
Telefon: 0621 174-1102
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