Gaggenau – Notsituation durch Schlüsseldienst ausgenutzt?

Gaggenau (ots) - Beamte des Polizeireviers ermitteln seit Sonntag gegen einen noch Unbekannten, der einer Frau am Sonntagmittag in Gaggenau die Tür öffnete. Die 48-Jährige hatte sich zuvor aus ihrer Wohnung ausgeschlossen, als die Tür hinter ihr zu fiel. Nachdem sie eine kostenlose Service-Nummer anrief und dort ein Preis von etwa 100 Euro abgesprochen wurde, verlangte der eingetroffene `Handwerker´ nach getaner Arbeit nahezu das Fünffache. Die Beamten ermitteln nun, auch am eigentlichen Sitz des Schlüsseldienstes in Nordrhein-Westfalen, wegen Betruges und des Verdacht des Wuchers.

Hilfesuchenden, die sich ausgeschlossen haben, wird empfohlen sich sorgfältige im Fall des Falles zu informieren und vor einem Auftrag unbedingt verbindliche Preise zu vereinbaren, inklusive Anfahrtskosten. Lange Wege des Schlüsseldienstes lassen sich durch die Verständigung örtlicher Unternehmen verhindern. Nach erbrachten Dienstleistungen ist eine detaillierte Rechnung zu verlangen. Hier sind bei mutmaßlichen Betrügern oftmals nicht erlaubte Zuschläge beinhaltet. Ist der Rechnungsbetrag, wie im vorliegenden Fall deutlich zu hoch, sollte man sich nicht unter Druck setzen und zur sofortigen Zahlung nötigen lassen. Im Zweifelsfall rufen sie die Polizei zur Hilfe.

/rs

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