Mannheim-Schönau: Versuchter Trickbetrug, über 40 Anrufe von vermeintlichen Enkelkindern, Bankberatern und Kriminalbeamten

Mannheim-Schönau (ots) - Am Donnerstag, kurz vor 19 Uhr, meldete sich zunächst eine vermeintliche Enkelin bei einer 86-jährigen Schönauerin. Die "Enkelin" gab an für den Erwerb eines Grundstücks in Heidelberg dringend 35.000 Euro zu benötigen. In der darauf folgenden Stunde erhielt die Seniorin dann ca. 40 weitere Anrufe von Männern und Frauen, die sie mit Nachdruck aufforderten Bargeld nach Hause zu bringen. Die Anrufer gaben sich zunächst als Enkelkinder und Bankberater aus. Da die Anrufer sich nicht glaubhaft als Enkel identifizieren konnten, ging die 86-Jährige nicht auf deren Forderungen ein. Im Anschluss rief dann ein vermeintlicher "Kriminalbeamter" an, der die falschen Enkel auf frischer Tat festnehmen wolle und sie anwies auf die Forderungen der Betrüger einzugehen. Auch auf diesen Trick fiel die Dame nicht herein. Die rüstige Schönauerin entfloh schließlich dem Telefonterror und offenbarte sich einem Bekannten, der daraufhin die Polizei verständigte.

Die Polizei rät in solchen Fällen:

- Seien Sie misstrauisch! - Fragen Sie den Anrufer nach Details des Familienlebens, die er als Fremder nicht wissen kann! - Nennen Sie am Telefon nie Namen oder machen Angaben zu ihrem Vermögen! - Rufen sie den echten Enkel oder Verwandten, der vermeintlich am Telefon gewesen sein soll, unter seiner bekannten Nummer an und fragen Sie nach, ob er es wirklich war, der kürzlich anrief. - Halten sie nach einem Anruf, bei dem es um finanzielle Forderungen ging, in jedem Fall Rücksprache mit ihrer Familie. - Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. - Rufen Sie im Zweifel die Polizei an. - Wer Opfer des Enkeltricks oder anderer Trickbetrügereien geworden ist, sollte dies auf jeden Fall der Polizei melden.

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Christoph Kunkel
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