Vermeintlicher Soldat in Not – Hohenlimburger fällt auf Betrugsmasche herein
Auf eine nicht neue Betrugsmasche fiel in den vergangenen Wochen ein Hohenlimburger herein. Der Vorfall zeigt erneut, dass die Art und Weise der Täter dieselbe bleibt und sich nur in Details der Ausführung oder Erzählung ändert.
Was war geschehen? Ein 68-Jähriger kam über eine App in Kontakt mit einer Person, die sich als in Togo stationierter amerikanischer Soldat ausgab. Nachdem eine emotionale Beziehung aufgebaut worden war, versprach der vermeintliche US-Bürger, den Hohenlimburger besuchen zu wollen. Dafür benötige er jedoch Geld, nach welchem er sein Opfer bat. Der 68-Jährige überwies über ein Institut für Auslandsüberweisungen mehrere tausend Euro. Zuletzt, als der Betrüger ihm schrieb, sich bereits am Flughafen in Dortmund aufzuhalten und eine erneute Geldzahlung zu benötigen, da Beamte des Zolls ihn festhalten würden. Der Hohenlimburger schöpfte Verdacht und erstattete Anzeige.
Hier der typische Ablauf bei einem Fall von "Love-Scamming":
- Die Täter geben sich als sympathische, meist beruflich
erfolgreiche Personen aus - z. B. Soldaten, Ärzte,
Geschäftsleute oder Ingenieure im Auslandseinsatz. - Sie überhäufen ihre Opfer mit Liebesbekundungen und
Komplimenten. - Nach einiger Zeit folgen erfundene Notlagen: angeblich
blockierte Konten, Krankenhausrechnungen, Probleme bei der
Einreise oder sonstige finanzielle Engpässe. - Die Opfer werden gebeten, Geld zu überweisen oder
Gutscheinkarten zu kaufen - oft unter dem Vorwand, bald
gemeinsam eine Zukunft aufzubauen.So schützen Sie sich:
- Seien Sie misstrauisch, wenn Online-Bekanntschaften früh von
Liebe sprechen oder schnelle Bindungen aufbauen wollen. - Geben Sie niemals Geld oder persönliche Daten (z. B.
Ausweiskopien, Bankverbindungen) an Menschen weiter, die Sie nur
aus dem Internet kennen. - Vermeiden Sie es, Bilder oder Videos zu senden, die zur
Erpressung genutzt werden könnten. - Sprechen Sie mit Familie oder Freunden, wenn Sie unsicher sind -
ein Blick von außen hilft oft, Warnsignale zu erkennen. - Brechen Sie den Kontakt ab, wenn Sie misstrauisch werden - und
erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.Love-Scamming ist kein Einzelfall. Die Täter agieren professionell, arbeiten oft in Gruppen und nutzen gezielt menschliche Schwächen aus. Wer betroffen ist, sollte sich nicht schämen, sondern Hilfe suchen und zur Anzeige bringen.
Rückfragen bitte an:
Polizei Hagen
Pressestelle
Telefon: 02331 986 15 15
E-Mail: pressestelle.hagen@polizei.nrw.de
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