Vorsicht: Schockanruf! Seniorin übergibt Schmuck und mehrere zehntausend Euro
Eine Seniorin aus Hagen-Hohenlimburg ist am Freitag (09.01.2026) Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden.
Gegen 14:30 Uhr klingelte das Telefon der Frau. Am anderen Ende der Leitung gab sich eine Betrügerin als Tochter der Seniorin aus. Die Anruferin schilderte, sie und ihr Ehemann lägen an COVID-19 erkrankt im Krankenhaus und benötigten dringend eine hohe Geldsumme für eine Behandlung.
Die Täter hielten das Telefonat über mehrere Stunden aufrecht - ein typisches Vorgehen bei dieser Masche. Schließlich überredeten sie die Hohenlimburgerin, eine fünfstellige Bargeldsumme sowie Goldschmuck in einen Gefrierbeutel zu legen und diesen an die Haustür zu hängen.
Gegen 16:50 Uhr holte eine bislang unbekannte Frau den Beutel ab. Nach Angaben der Betrüger sollte das Geld angeblich an einen Arzt des Krankenhauses übergeben werden.
Die Abholerin konnte durch das Opfer und eine Zeugin wie folgt beschrieben werden:
- ca. 40 bis 50 Jahre alt
- ca. 170 cm groß
- sprach am Telefon auf der Straße mit bulgarischem Akzent
- trug eine schwarze Brille, eine graue Mütze (bis ins Gesicht
gezogen), einen knielangen blauen Rock, einen schwarzen Mantel
sowie weiße Schuhe bis zum Fußknöchel
- führte eine große schwarze Stofftasche mit sichDie Frau entfernte sich anschließend zu Fuß über die Straße Im Sibb in Richtung der Straße Auf dem Dreische.
Die Polizei nimmt Zeugenhinweise zur Person, zur Fluchtrichtung oder zu möglicherweise genutzten Fahrzeugen unter der Rufnummer 02331 986 2066 entgegen. (hir)
Die Polizei rät:
- Gesundes Misstrauen bei "Notlagen" am Telefon: Schock,
Zeitdruck, Geheimhaltung ("Sag niemandem was!") sind typische
Täter-Strategien.
- Sofort auflegen: Nicht diskutieren, nicht "höflich bleiben" -
Gespräch beenden.
- Rückruf nur über bekannte Nummern: Angehörige/Institutionen über
eine selbst herausgesuchte (gespeicherte/öffentliche) Nummer
zurückrufen - nie über die Nummer aus dem Anruf.
- Niemals Geld/Schmuck übergeben oder "bereitlegen": Weder
Krankenhaus, "Doktor" noch "Bote" kassieren so.
- Polizei über 110 selbst wählen: Wenn Sie unsicher sind:
auflegen, dann 110 anrufen (nicht verbinden lassen, nicht
"weiterleiten").
- Familien-Codewort vereinbaren: Ein Kennwort, das nur echte
Angehörige kennen (hilft gegen "Ich bin's"-Maschen).
- Mit Angehörigen offen sprechen: Warnen Sie ältere
Familienmitglieder vor - das senkt die Erfolgsquote deutlich.Rückfragen bitte an:
Polizei Hagen
Pressestelle
Telefon: 02331 986 15 15
E-Mail: pressestelle.hagen@polizei.nrw.de
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