260119.1 Itzehoe: Falsche PayPal-Mitarbeiter ergaunern knapp zweitausend Euro
Am vergangenen Freitag gelang es Telefonbetrügern, sich das Vertrauen eines Itzehoers zu schleichen und ihn zur Preisgabe vertraulicher Daten zu bewegen. Im Ergebnis erbeuteten die Täter knapp zweitausend Euro.
Am Vormittag erhielt der Rentner auf seinem Smartphone einen Anruf von einer anonymen Rufnummer. Am Telefon meldete sich eine Person, die fließend Englisch sprach und sich als Mitarbeiter des Zahlungsdienstleisters PayPal ausgab. Der Anrufer erklärte, es habe unberechtigte Abbuchungen vom PayPal-Konto des Geschädigten gegeben. Zur angeblichen Klärung des Sachverhalts sei es erforderlich, persönliche Zugangsdaten abzugleichen und ein Foto des Personalausweises digital zu übermitteln.
Im weiteren Verlauf unterstützte ein zweiter falscher PayPal-Mitarbeiter den Itzehoer bei der Durchführung der genannten Schritte. Währenddessen erhielt der 63-Jährige Benachrichtigungen von PayPal über zwei Überweisungen in Höhe von jeweils mehr als 900 Euro. Als er daraufhin am Telefon den Verdacht eines Betruges äußerte, beendeten die Täter das Gespräch.
Der Geschädigte erstattete umgehend Anzeige. Ob die erlangten Gelder zurückerstattet werden können, ist derzeit noch unklar.
Im Zusammenhang mit betrügerischen Telefonanrufen durch angebliche PayPal-Mitarbeiter gibt die Polizei folgende Tipps:
Grundsätzlich gilt: PayPal ruft nicht an, um persönliche Daten,
Zugangsdaten oder TANs abzufragen.
- Geben Sie niemals Passwörter, Codes oder Ausweiskopien am
Telefon, per E-Mail oder Messenger weiter.
- Beenden Sie das Gespräch sofort, wenn Sie unter Druck gesetzt
oder verunsichert werden.
- Rufen Sie PayPal ausschließlich selbst an - nutzen Sie dafür nur
die offizielle Website oder App, niemals Rückrufnummern aus
Anrufen oder Nachrichten.
- Überprüfen Sie Benachrichtigungen direkt in Ihrem PayPal-Konto,
nicht über zugesandte Links.
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, um Ihr Konto
zusätzlich abzusichern.
- Sperren Sie bei Verdacht sofort Ihr Konto und ändern Sie alle
betroffenen Passwörter.
- Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei, auch wenn der
Schaden zunächst gering erscheint.
- Informieren Sie Angehörige, insbesondere ältere Menschen, über
diese Betrugsmasche.Merle Neufeld
Rückfragen bitte an:
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Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
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