Laufenburg / Bad Säckingen: Tumultartige Szenen wegen vermeintlicher Betrüger- Bande
Am Donnerstag, 22.01.2026, wurden dem Polizeirevier Bad Säckingen mehrmals aufdringliche Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens gemeldet, die sich auch Zugang zu den Wohnräumen erschlichen hätten. Viele Anrufende befürchteten eine Betrüger-Bande. Die Situation spitzte sich gegen 19 Uhr zu, als Anwohnende im Laufenburger Stadtteil Rhina mit den Hausierern aneinandergerieten. Es sollen bis zu 30 Personen in tumultartige Szenen involviert gewesen sein. Durch geschickte und deeskalative Gesprächsführung der vor Ort eingesetzten Einsatzkräfte konnte die Lage konfliktfrei gelöst werden. Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Bedrohung eingeleitet. Zu Körperverletzungsdelikten kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Im Rahmen der Sachverhaltsaufnahme stellte sich heraus, dass die Hausierenden von einem Telekommunikationsunternehmen zur Kundenwerbung an der Haustür beauftragt wurden.
Tipps Ihrer Polizei gegen Haustürbetrug
- Schauen Sie sich unbekannte Besucher vor dem Öffnen der Tür
durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die
Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel. - Seien Sie vorsichtig bei Fremden: Lassen Sie Fremde nur in die
Wohnung, wenn Sie sich sicher sind, um wen und welches Anliegen es
sich handelt (Firmenausweis, Ausweis oder Gewerbeschein zeigen
lassen, Rückruf beim Auftraggeber/Unternehmen etc.). Im Zweifel
bestellen Sie diese unbekannte Person zu einem späteren Zeitpunkt
wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist. - Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen
Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe. - Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die
Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür
gegenseitig Beistand zu leisten. - Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis
und rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde
an. - Denken Sie daran: Banken, Sparkassen, Polizei oder andere
Behörden schicken Ihnen nie "Geldwechsler" oder "Falschgeld-Prüfer"
ins Haus. Verständigen Sie über das Auftauchen derartiger Personen
umgehend die Polizei. - Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst
bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden
sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke. - Nehmen Sie für Nachbarn nichts ohne deren ausdrückliche
Ankündigung entgegen, zum Beispiel Nachnahmesendungen oder
Lieferungen gegen Zahlung. - Geben Sie keine Unterschrift für angebliche Geschenke oder
Besuchsbestätigungen. - Generell gilt: Suchen Sie für einen Rückruf bei
Auftraggeber/Unternehmen/Behörde immer selbst die Telefonnummer
heraus und wählen Sie die Nummer selbst.Wechseln Sie niemals Geld an der Haustür. Sie könnten - beispielsweise durch Falschgeld - betrogen werden.
Das Polizeipräsidium Freiburg bietet Hilfe zur Selbsthilfe an. Die Experten der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen bieten interessierten Bürgerinnen und Bürger eine kostenlose, neutrale und professionelle Beratung an.
Nutzen Sie die Hilfe Ihrer Polizei und lassen Sie sich beraten.
Termine für dieses kostenlose Beratungsangebot können bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle unter 07741 8316 211 oder E-Mail freiburg.pp.praevention@polizei.bwl.de vereinbart werden.
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