Falsche Bankmitarbeiter erbeuten EC-Karten von zwei Seniorinnen: Polizei sucht Zeugen und gibt wichtige Tipps

Pressemitteilung der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 28.01.2026: Felsberg Tatzeit: Dienstag, 27.01.2026, 11:00 Uhr und 11:30 Uhr Am Dienstagvormittag kam es im Schwalm-Eder-Kreis zu zwei Betrugsdelikten durch sogenannte falsche Bankmitarbeiter. In beiden Fällen erlangten die Täter die EC-Karten von Seniorinnen und hoben anschließend unberechtigt Bargeld von den Konten ab. Die Kriminalpolizei Homberg prüft einen möglichen Tatzusammenhang und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Betrug in Röhrenfurth: Gegen 11:00 Uhr meldete sich bei einer Seniorin in Röhrenfurth telefonisch eine bislang unbekannte Frau, die sich als Mitarbeiterin einer Bank ausgab. Sie erklärte, es sei zu mehreren Betrugsfällen gekommen und aus Sicherheitsgründen müsse eine Kartensperrung veranlasst werden. In diesem Zusammenhang kündigte sie an, dass ein Bankmitarbeiter die EC-Karte persönlich abholen werde. In der Folge erschien der Mann an der Haustür der Geschädigten, der sich ebenfalls als Bankmitarbeiter ausgab. Die Seniorin übergab ihm daraufhin gutgläubig ihre EC-Karte. Kurz darauf wurden unberechtigt 2500,- Euro vom Konto der Geschädigten an einem Geldautomaten in Melsungen abgehoben. Das Konto wurde anschließend umgehend gesperrt. Betrug in Felsberg: Am selben Tag erhielt eine weitere Seniorin in Felsberg gegen 11:30 Uhr einen Anruf von einem männlichen Täter, der sich glaubhaft als Mitarbeiter ihrer Bank ausgab. Unter demselben Vorwand, die EC-Karte müsse aus Sicherheitsgründen eingezogen und gesperrt werden, setzte der Anrufer die Geschädigte durch geschickte Gesprächsführung unter Druck und erlangte dabei mehrere sensible Kontodaten. Kurze Zeit später erschien ein weiterer Mann an der Haustür der Seniorin, der ebenfalls vorgab, Bankmitarbeiter zu sein und erklärte, er müsse die EC-Karte zur Durchführung der angeblichen Sperrmaßnahmen abholen. In gutem Glauben händigte die Seniorin ihm ihre Bankkarte aus. Da ihr die gesamte Vorgehensweise im Nachhinein ungewöhnlich erschien, begab sie sich selbständig zu ihrer Bank. Dort wurde festgestellt, dass gegen 12:00 Uhr bereits eine Abbuchung über 5000,- Euro von ihrem Konto erfolgt war. Das Konto wurde daraufhin umgehend gesperrt. Täterbeschreibung Fall Felsberg: Der Mann, der die Bankkarte an der Haustür entgegennahm, wird wie folgt beschrieben: etwa 40 Jahre alt, circa 1,65 Meter groß, kurze, helle Haare, sprach akzentfreies Deutsch, führte eine Aktentasche mit sich. Zeugenaufruf: Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die im Bereich der Straße Hinter den Höfen in Röhrenfurth sowie im Bereich der Schulstraße / Schönen Aussicht / An der Baumschule in Felsberg verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 05681-7740 zu melden. Wichtige Tipps der Polizei: Betrüger agieren mit immer raffinierteren Methoden und setzen ihre Opfer gezielt unter Druck. Mit den folgenden Empfehlungen können Sie sich wirksam schützen: - Identität überprüfen: Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei Anrufen angeblicher Bankmitarbeiter. Beenden Sie das Gespräch und wählen Sie selbständig die Ihnen bekannte, offizielle Telefonnummer Ihrer Bank. - Keine sensiblen Daten weitergeben: Banken fragen niemals telefonisch nach PINs, TANs, Passwörtern, vollständigen Kartendaten oder Kontoständen. Geben Sie solche Informationen unter keinen Umständen weiter. - Nicht unter Druck setzen lassen: Betrüger arbeiten häufig mit Zeitdruck, Drohungen oder Verunsicherung. Bleiben Sie ruhig und holen Sie im Zweifel Rat bei Angehörigen oder Ihrer Bank ein. - Haustür nicht unbedacht öffnen: Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung und lassen Sie sich nicht zu spontanen Handlungen drängen. - Verdächtige Anrufe melden: Wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten haben oder unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Bank oder informieren Sie die Polizei über den Notruf 110.Yvonne Winter, KHK`in, - Pressesprecherin - Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Nordhessen Polizeidirektion Schwalm-Eder August-Vilmar-Str. 20 34576 Homberg Pressestelle Telefon: 05681/774 130 E-Mail: pp-poea-homberg-ast.ppnh@polizei.hessen.de