Paar sucht nach häuslicher Gewalt gemeinsam Polizeiwache auf

In den Mittagsstunden ereignete sich am Mittwoch (28.01.) ein Fall von häuslicher Gewalt in Haspe. Anschließend suchte ein Paar gemeinsam eine Polizeiwache auf. Dort berichtete eine Hagenerin, dass sie durch ihren 19-jährigen Partner geschlagen worden sei. Er habe ihr mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und ihr anschließend ihren Wohnungsschlüssel abgenommen. Der Mietvertrag laufe nur auf seinen Namen. Einen Strafantrag wollte die Frau, die berichtete, dass es in der Vergangenheit bereits zwei Mal zu Übergriffen zu ihrem Nachteil gekommen sei, jedoch nicht erstatten. Sie erhoffe sich, dass der 19-Jährige sie doch weiter bei sich wohnen lasse. Der Hagener bestritt, dass es zu Handgreiflichkeiten während des Streits gekommen sei. Es habe sich lediglich um eine verbale Auseinandersetzung gehandelt. Er habe mit seiner Freundin die Wache aufgesucht, damit die Polizei ihr "Druck mache", sich um anstehende Behördengänge zu kümmern. Von einer möglichen Anzeige sei er nicht ausgegangen. Die Hagenerin lehnte jegliche Unterstützungsangebote durch die Polizei vehement ab. Mehrfach betonte sie, an einer Strafverfolgung nicht interessiert zu sein. Sie wolle auch keine Hilfe durch den Opferschutz. Ausgehändigte Opferbroschüren ließ sie auf der Wache liegen. Polizisten führten mit beiden Beteiligten Gespräche. Die Frau erhielt ein Gefährdetengespräch, der 19-Jährige eine Gefährderansprache. Er wurde aufgefordert, sämtliche Straftaten zum Nachteil der Hagenerin zu unterlassen. Die Beamten fertigten eine Anzeige gegen ihn. (arn) Rückfragen bitte an: Polizei Hagen Pressestelle Telefon: 02331 986 15 15 E-Mail: pressestelle.hagen@polizei.nrw.de X: WhatsApp-Kanal: