Vermisstenfall Horst Georg Linnemann: Cold Case Unit startet Suchaktion im Wattenbeker Gehege // ACHTUNG: Korrektur Datum
Kiel Gemeinsame Presemitteilung der Staatsanwaltschaft Kiel und des
Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein
Die Cold Case Unit (CCU) des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein sucht seit
Dienstag, 3. Februar 2026, gemeinsam mit unterstützenden Kräften der
Landespolizei im Wattenbeker Gehege, einem Waldgebiet nördlich von Neumünster,
nach dem Leichnam des seit elf Jahren vermissten Horst Georg Linnemann. Der zum
Zeitpunkt seines Verschwindens 28 Jahre alte Maschinenbau-Student aus
Neumünster-Faldera wird seit dem 15. Dezember 2014 vermisst. Die Ermittler gehen
von einem Tötungsdelikt aus. Seine Leiche konnte trotz intensiver Ermittlungs-
und Suchmaßnahmen bis heute nicht gefunden werden. Neue Erkenntnisse der CCU
deuten nun darauf hin, dass diese sich in dem Waldgebiet befinden könnte.
Horst Georg Linnemann wurde zuletzt am Mittag des 15. Dezember 2014 von seiner
Freundin in ihrer Neumünsteraner Wohnung gesehen. Am Abend desselben Tages
meldete sie ihn als vermisst. Linnemann fuhr einen dunkelblauen Golf IV mit dem
Kennzeichen NMS-ZX 88. Der Wagen wurde am 20. Dezember 2014 in Hamburg
aufgefunden und sichergestellt. Ein Foto des Fahrzeugs wurde damals zusammen mit
einem Foto des Vermissten im Rahmen eines Zeugenaufrufs von der Polizei
veröffentlicht. Im Januar 2015 geriet außerdem ein Leihanhänger mit einer
auffälligen gelben Plane in den Fokus, der offenbar von Linnemann genutzt worden
war.
Im Rahmen der weiteren Ermittlungen erhärtete sich ein Tatverdacht gegen zwei
damals 28 und 26 Jahre alte Männer aus Neumünster und Kappeln, die zu Linnemanns
Umfeld gehörten. Die Tat konnte ihnen jedoch bislang nicht nachgewiesen werden.
Im Juli 2015 kam weiter Bewegung in den Fall. Die Ermittler gingen zu diesem
Zeitpunkt aufgrund ihrer bisherigen Erkenntnisse davon aus, dass Horst Georg
Linnemann tot war und seine Leiche im Bereich Neumünster erst angezündet und
dann begraben worden sein könnte. Ein Areal am Stadtrand von Neumünster wurde
mit Spürhunden und einem Bagger abgesucht, ebenso ein Kleingartengelände im
Oktober 2015 - beide Suchen blieben ohne Erfolg. Horst Georg Linnemann blieb
verschwunden. Die Staatsanwaltschaft Kiel lobte eine Belohnung in Höhe von 1.500
Euro für sachdienliche Hinweise aus. Danach wurde es in der Öffentlichkeit still
um den Fall Horst Georg Linnemann. Doch die Ermittlungen liefen weiter.
Im Jahr 2024 rollte die CCU den Fall neu auf. Zehn Jahre nach dem Verschwinden
Linnemanns beschäftigten sich die Ermittler intensiv mit den Akten. Sie
analysierten die bisherigen Ermittlungsschritte und Erkenntnisse, prüften neue
Ansätze und tatrelevante Spuren, nutzten modernste kriminaltechnische Methoden
und befragten Zeugen. Die Spurensuche führt am heutigen Dienstag, 3. Februar
2026, in das Wattenbeker Gehege zwischen Neumünster und Bordesholm. Das gesamte
Waldgebiet wird für die Dauer der Suche abgesperrt und ist auch für
Spaziergänger nicht passierbar.
Die CCU wendet sich außerdem mit folgenden Fragen an die Öffentlichkeit:
- Gibt es weitere Zeugen, die Horst Georg Linnemann am Tag seines
Verschwindens, 15. Dezember 2014, oder danach gesehen haben?
- Gibt es Zeugen, die Angaben zu Linnemanns Fahrzeug, zu dessen
Nutzern bzw. Abstellorten und/oder dem gelben Anhänger machen
können?
- Hat jemand Hinweise zu einer Garage oder einem Lagerraum in
Neumünster und Umgebung, die der Vermisste genutzt haben könnte?
- Gab es auffällige Bewegungen, Personen oder Fahrzeuge im
Waldgebiet nördlich von Neumünster?Sachdienliche Hinweise bitte an: Telefon 0431/160-42852.
Für Hinweise, die zum Auffinden der Leiche und zu dem oder den Täter/n führen,
ist eine Belohnung in Höhe von 1.500 Euro ausgelobt.
Rückfragen bitte an die Staatsanwaltschaft Kiel: Oberstaatsanwalt Michael
Bimler, Telefon 0431/604-3001.
Rückfragen bitte an:
Landeskriminalamt Schleswig-Holstein
Carola Jeschke
Telefon: 0431/160-40130
E-Mail: Presse.Kiel.LKA@Polizei.LandSH.de
Rückfragen bitte an:
Landeskriminalamt Schleswig-Holstein
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Telefon: 0431/160-4050
E-Mail: Presse.Kiel.LKA@Polizei.LandSH.de