260310.3 Heide: Falscher Polizeibeamter erbeutet Bargeld und Schmuck
Am Wochenende haben Betrüger in Heide mit der Masche des falschen Polizeibeamten mehrere Seniorinnen und Senioren angerufen. In einem Fall verschafften sie sich das Vertrauen einer 85-Jährigen und erlangten Bargeld sowie Schmuck. Die Kriminalpolizei sucht nun Zeugen.
Nach bisherigen Erkenntnissen begann die Anrufwelle am Samstag, 07.03.2026, im Stadtgebiet von Heide. Die Täter meldeten sich bei mehreren älteren Menschen und gaben sich als Polizeibeamte aus. Ein Anrufer stellte sich als "Simon Schneider" von der Polizei Heide vor, nannte als angeblichen Dienstsitz das Polizeirevier am Markt in Heide und gab außerdem eine angebliche Dienstnummer an. Im Gespräch behauptete er, die Polizei habe in Wohnortnähe zwei rumänische Einbrecher festgenommen. Bei der Durchsicht von deren Mobiltelefonen habe sich angeblich eine Liste mit Namen und Anschriften möglicher weiterer Geschädigter gefunden. Unter diesem Vorwand drängten die Täter darauf, Wertgegenstände zur Sicherung an die Polizei zu übergeben.
In einem Fall erschien ein Abholer an der Wohnanschrift einer 85-jährigen Frau in der Gorch-Fock-Straße in Heide und nahm Bargeld im vierstelligen Bereich sowie Schmuck entgegen. Nach derzeitigem Stand klingelte derselbe Mann bereits am Samstag an der Haustür. Zur eigentlichen Übergabe kam es dann am Montag, 09.03.2026, gegen 20:30 Uhr.
Die Kriminalpolizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die im Zeitraum von Samstag, 07.03.2026, bis Montagabend, 09.03.2026, insbesondere zwischen 20:00 Uhr und 21:00 Uhr, im Bereich der Gorch-Fock-Straße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich zu melden. Der Abholer soll männlich, etwa 195 cm groß und etwa 30 bis 35 Jahre alt gewesen sein. Er hatte mittelblonde, kurze und gepflegte Haare. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0481 940 entgegen.
Die Polizei weist darauf hin, dass echte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte am Telefon niemals die Herausgabe von Bargeld, Schmuck oder anderen Wertsachen verlangen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und keine persönlichen oder finanziellen Angaben machen. Betroffene sollten auch auf angezeigte Telefonnummern nicht vertrauen, da Täter diese manipulieren können. Im Zweifel empfiehlt die Polizei, selbstständig die örtlich zuständige Dienststelle oder den Polizeinotruf 110 zu kontaktieren und dabei nur selbst recherchierte oder bekannte Rufnummern zu nutzen. Außerdem empfiehlt es sich, Angehörige oder Vertrauenspersonen einzubeziehen, bevor Geld oder Wertsachen an Unbekannte übergeben werden.
Björn Gustke
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