Ehrenkirchen/ Hoher Vermögensschaden durch »Falsche Polizeibeamte« – Zeugen und Geschädigte gesucht

Am gestrigen Mittwoch, 18.03.2026, wurden dem Polizeipräsidium Freiburg eine Vielzahl von Telefonanrufen gemeldet, bei denen Kriminelle sich als »Falsche Polizeibeamte« ausgaben. In einem Fall im Ehrenkircher Ortsteil Offnadingen kontaktiere die Täterschaft, die zumeist in hochprofessionellen und gewerbsmäßigen Strukturen agiert, eine 43 Jahre alte Frau zunächst telefonisch und berichtete von angeblichen Einbrüchen in der Nachbarschaft der Frau. Kurz darauf sei ein angeblicher Polizeibeamter an der Wohnanschrift der Geschädigten erschienen um die im Haus befindlichen Wertgegenstände der 43-Jährigen zu erheben. Als dem Täter mehrere hochwertige Sammelstücke und Wertsachen vorgezeigt wurden, habe der Mann die Gegenstände an sich genommen und anschließend die Flucht ergriffen. Die Geschädigte nahm zunächst die Verfolgung auf, konnte den Täter aber nicht aufhalten. Die 43-Jährige blieb unverletzt aber ihr entstand ein erheblicher Vermögensschaden im niedrigen sechsstelligen Euro-Bereich. Die Geschädigte beschrieb den Täter wie folgt: - männlich, - ca. 180 cm groß, - eingefallene Wangen, - kurze blonde Stoppelhaare, - rötlich-blonder Vollbart.Ein weiterer Fall ereignete sich am heutigen Donnerstag, 19.03.2026, in Waldshut-Tiengen in der Wolfackerstraße. Auch hier gaben sich Unbekannte am Telefon als Polizeibeamte aus und erbeuteten bei einer 83 Jahre alten Seniorin unter anderem Schmuck und weitere Gegenstände im Wert von mehreren tausend Euro. Der Täter wurde folgendermaßen beschrieben: - männlich, - zwischen 30 und 40 Jahren alt, - ca. 170 cm groß, - dunkle kurze Haare und dunkle Augen, - trug einen hellen Kapuzenpullover mit zwei bis drei schwarzen Streifen und eventuelle eine Jeanshose, - sprach Deutsch ohne Akzent.Die Kriminalpolizei Freiburg (Tel.: 0761 882-2880) hat die weiteren Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen, welche in ihrer Nachbarschaft verdächtige Personen oder Fahrzeuge wahrgenommen haben. Im Zusammenhang mit der Tat in Ehrenkirchen-Offnadingen soll ein mit drei Personen besetzter BMW neueren Baujahres in braun-metallic aufgefallen sein. Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass den Unbekannten auch in anderen Fällen gelungen ist, weitere Vermögenswerte zu erlangen. Geschädigte, die dabei ebenfalls Wertgegenstände, Bargeld oder andere Vermögensgegenstände an angebliche Polizeibeamte ausgehändigt haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Das können Sie tun, um sich und andere vor Telefonbetrügern zu schützen: - Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse. - Seien Sie stets misstrauisch. - Rufen Sie im Verdachtsfall die Polizei an. Wählen Sie dazu bestenfalls parallel die Notrufnummer 110, noch während Sie das Gespräch mit den möglichen Betrügern führen. - Sprechen Sie mit Vertrauten über verdächtige Anrufe. - Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich. - Informieren Sie Ihre lebensälteren Familienmitglieder über diese Betrugsformen.Weitere Hinweise und Tipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de. ak Medienrückfragen bitte an: Polizeipräsidium Freiburg - Pressestelle - Árpád Kurgyis Tel.: 0761 882-1019 E-Mail: freiburg.pressestelle@polizei.bwl.de - Außerhalb der Bürozeiten - Tel.: 0761 882-1222 E-Mail: freiburg.pp@polizei.bwl.de