Mannheim: Falscher Bankmitarbeiter erbeutete knapp 60.000 Euro

Am vergangenen Sonntag, in der Zeit zwischen 12:15 Uhr und 17:00 Uhr, wurde eine 59-jährige Frau aus Mannheim-Feudenheim Opfer einer perfiden Betrugsmasche durch einen falschen Bankmitarbeiter. Der Täter erschlich sich durch geschickte Gesprächsführung das Vertrauen der Geschädigten und veranlasste sie dazu, in sieben Überweisungen einen Gesamtbetrag von knapp 60.000 Euro auf fremde Konten zu transferieren. Die Frau erhielt zunächst gegen 12:15 Uhr eine SMS, die augenscheinlich von ihrer Hausbank stammte. In der Nachricht wurde sie darüber informiert, dass eine Auszahlung von knapp 10.000 Euro über ihr Konto initiiert worden sei und mit einem Code verifiziert werden müsse. Für den Fall, dass sie die Transaktion nicht selbst veranlasst habe, solle sie die in der SMS angegebene Telefonnummer kontaktieren. Die 59-Jährige rief daraufhin die genannte Nummer an und erreichte einen angeblichen Bankmitarbeiter. Dieser eröffnete ihr, dass sich ihr Konto in unmittelbarer Gefahr befände. Um das Guthaben zu sichern, sei es notwendig, den gesamten Betrag auf vermeintlich sichere Konten zu übertragen. Zugleich versicherte er ihr, dass sie das Geld innerhalb von 24 Stunden zurückerhalten werde. Während des gesamten, rund zweistündigen Telefonats, das der Täter bewusst aufrechthielten, um weiteren Einfluss auf die Geschädigte auszuüben, veranlasste die Frau sieben Überweisungen in Höhe von insgesamt knapp 60.000 Euro. Aufgrund der Vielzahl an Transaktionen sperrte die eigene Hausbank des Opfers das Konto anschließend standardmäßig für vier Stunden für weitere Überweisungen. Der Täter verabredete sich hierauf mit der 59-Jährigen für ein weiteres Telefonat, um auch den verbleibenden Kontostand zu transferieren. In der Zwischenzeit schöpfte die Frau Verdacht, recherchierte selbstständig im Internet und erkannte den Betrug. Sie erstattete umgehend Anzeige beim Polizeirevier Mannheim-Käfertal. Die Ermittlungen wegen Betrugs wurden von der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg übernommen. Präventionstipps der Polizei - So schützen Sie sich vor falschen Bankmitarbeitern: - Ihre Bank fordert Sie niemals per SMS oder Telefon auf, Geld auf ein anderes Konto zu überweisen - aus keinem Grund und unter keinen Umständen. - Legen Sie sofort auf, wenn Sie ein unbekannter Anrufer unter Druck setzt oder Sie zur Überweisung von Geld auffordert. Kriminelle halten Telefonleitungen bewusst offen, um Ihnen keine Zeit zum Nachdenken zu lassen. - Rufen Sie Ihre Bank selbst zurück. Nutzen Sie ausschließlich die offiziellen Telefonnummern auf der Rückseite Ihrer Bankkarte oder dem offiziellen Internetauftritt. Vertrauen Sie niemals Rufnummern, die Ihnen in einer SMS oder vom Anrufer selbst genannt werden. - Sprechen Sie mit einer Vertrauensperson, bevor Sie irgendwelche Überweisungen tätigen. Betrüger bauen gezielt Zeitdruck auf. Nehmen Sie sich dennoch die Zeit. - Misstrauen Sie jeder unaufgeforderten Kontaktaufnahme, die angeblich von Ihrer Bank stammt und Sie zur Preisgabe von Daten oder zur Durchführung von Zahlungen auffordert. - Kontaktieren Sie die Polizei unter dem Notruf 110 oder jeder Polizeidienststelle, wenn Sie unsicher sind oder einen Betrugsversuch vermuten.Weitere Informationen und Präventionstipps erhalten Sie unter: https://praevention.polizei-bw.de/praevention/betrugdiebstahl/. Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Mannheim Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit Anna Mifka Telefon: 0621 174-1111 E-Mail: mannheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de