Mittelbaden – Gemeinsam für mehr Sicherheit: Polizei unterstützt Kommunen mit Stadtbegehungen

Seit nun über einem Jahr bietet das Polizeipräsidium Offenburg den Städten und Gemeinden in seinem Zuständigkeitsbereich offensiv sogenannte Stadt- und Sicherheitsbegehungen an. Ziel dieses präventiven Ansatzes ist es, gemeinsam mit den kommunal Verantwortlichen örtliche Gegebenheiten in den Blick zu nehmen, mögliche Brennpunkte zu erkennen und die tatsächliche Sicherheitslage anhand der gemessenen Straftaten transparent zu erklären. Ziel ist es, durch städtebauliche oder organisatorische Maßnahmen das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nachhaltig zu stärken und die Zahl der vermeintlichen Angsträume zu reduzieren. Die Begehungen werden in der Regel durch Experten der polizeilichen Kriminalprävention begleitet, teilweise unter Einbindung der jeweils zuständigen Dienststellenleiter. Auf Seiten der Kommunen nehmen häufig Bürgermeisterinnen und Bürgermeister oder andere Vertreter der Kommunen teil. Im Mittelpunkt steht dabei stets der gemeinsame Austausch vor Ort. Bereits genutzt wurden die Angebote in den Städten Baden-Baden, Rastatt, Kehl, Lahr und Bühl. In Offenburg ist eine Sicherheitsbegehung aktuell in Planung. Die Rückmeldungen aus den Kommunen fallen dabei durchweg positiv aus. "Sicherheit entsteht nicht allein durch polizeiliches Handeln, sondern vor allem auch durch eine gut gestaltete, übersichtliche und belebte Umgebung", betont Polizeipräsident Jürgen Rieger. "Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Städte und Gemeinden mit unserer fachlichen Expertise zu unterstützen und Impulse zu geben. Die Verantwortung für Planung und Umsetzung liegt jedoch klar bei den Kommunen selbst." Rieger bewertet das Angebot zugleich als großen Erfolg: "Dass unsere Stadt- und Sicherheitsbegehungen bereits von zahlreichen Kommunen in Anspruch genommen wurden, zeigt, wie groß der Bedarf an einem solchen Austausch ist. Die starke Nachfrage bestätigt uns darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen, zumal nicht nur geredet wird, sondern auch konkrete Umsetzungsschritte erfolgen." Im Rahmen der Begehungen wird unter anderem auf Aspekte wie Beleuchtung, Einsehbarkeit, Orientierung, Sauberkeit und Aufenthaltsqualität geachtet. Dabei zeigt sich immer wieder, dass bereits mit vergleichsweise einfachen Mitteln Verbesserungen erreicht werden können. So kann eine optimierte Beleuchtung dunkler Bereiche, das Zurückschneiden von Bewuchs oder eine gezielte Möblierung öffentlicher Plätze dazu beitragen, Unsicherheitsgefühle zu reduzieren. Auch Maßnahmen wie klarere Beschilderungen oder zusätzliche Abfallbehälter tragen dazu bei, öffentliche Räume positiver wahrnehmbar zu machen. "Uns ist wichtig zu zeigen, dass wir als Polizei ein verlässlicher Partner der Städte und Gemeinden sind", so Rieger weiter. "Gemeinsam können und müssen wir viel dafür tun, dass sich unsere Bürgerinnen und Bürger in ihrem Wohn- und Lebensumfeld sicher fühlen." Das Angebot der Stadt- und Sicherheitsbegehungen besteht weiterhin. Städte und Gemeinden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg, die Interesse an einer solchen Begehung haben oder sich über das Konzept informieren möchten, können sich jederzeit an das Polizeipräsidium Offenburg wenden. Kontakt: Kriminalhauptkommissar Tobias Sester, OFFENBURG.PP.PRAEVENTION@polizei.bwl.de, Tel.: 0781/21-1041 /ya Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Offenburg Telefon: 0781-211211 E-Mail: offenburg.pp.sts.oe@polizei.bwl.de