Genug Betrug: Wie man Online-Accounts effektiv vor Fremdzugriffen schützt

Was man jetzt für die Passwort-Sicherheit tun sollte Sicherheit im Netz beginnt beim Login: Unsichere Passwörter sind oft das Einfallstor für gehackte Accounts und Online-Käufe, die man nie selbst getätigt hat. Wie man sich effektiv vor solchen Risiken schützt, haben das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in wichtigen Praxistipps zusammengefasst. Warum ein regelmäßiger Passwort-Wechsel nicht mehr zeitgemäß ist: Entgegen früherer Empfehlungen gilt ein pauschaler Passwortwechsel heute nicht mehr als zeitgemäße Schutzmaßnahme. Ein Wechsel sollte nur dann erfolgen, wenn ein Passwort unbemerkt in die Hände unbefugter Dritter gelangt sein könnte. Viel entscheidender für den Schutz der digitalen Identität ist die Erstellung eines starken Passworts von Beginn an. So erstellt man ein starkes Passwort, das man sich gut merken kann: Ob E-Mails, Online-Banking oder Shopping - Passwörter sind der Schlüssel zu persönlichen Daten. Dennoch setzen viele Menschen weiterhin auf leicht zu erratende Kombinationen wie "1234" oder Kosenamen. Ein sicheres Passwort sollte stattdessen: - mindestens zehn Zeichen lang sein, - Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen enthalten, - nicht in Wörterbüchern vorkommen, - für jedes Konto einzigartig sein.Zusätzliche Sicherheit bieten Mehr-Faktor-Authentifizierungen wie Fingerabdruck, PIN oder App-Bestätigungen. Auch für das Merken sicherer Passwörter gibt es Tricks. Hier empfiehlt das BSI eine Eselsbrücken-Methode: https://s.rlp.de/6RaQ8Mv Der digitale Tresor: Passwort-Manager machen das Leben leichter. Wer für jedes Konto ein eigenes, starkes Passwort nutzt, kann sich diese nur schwer merken. Passwort-Manager sind hier die ideale Lösung. Hierin speichert man alle Zugangsdaten sicher unter einem einzigen Master-Passwort ab - so muss man sich nur ein Passwort merken. Die Verbraucherzentrale NRW und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben zehn Passwort-Speicher geprüft: https://s.rlp.de/bX9EiMs Die gute Nachricht für alle, die es unkompliziert mögen: Man kann bereits mit den gängigen Browsern für Sicherheit sorgen. Besonders Firefox überzeugt hier als empfehlenswerte Einstiegslösung, mit der man seine Zugangsdaten ohne großen Aufwand solide absichern kann. Hardware-Check: Man sollte nicht nur die Accounts, sondern auch die Geräte konsequent sichern - ob Smartphone, Tablet oder Laptop. Um diese Daten vor unbefugten Blicken zu schützen, ist eine Sperre unverzichtbar. Hier kann man auch auf einen klassischen PIN, den Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung (Face-ID) setzen. Besonders sicher sind Passkeys: Sie ersetzen das klassische Passwort durch eine Verknüpfung mit dem eigenen Gerät. Man bestätigt den Login einfach wie beim Entsperren des Handys - etwa per Face-ID, Fingerabdruck oder PIN. Diese lokale Freigabe löst im Hintergrund einen verschlüsselten "digitalen Handschlag" mit der Webseite aus. Der Vorteil: Da kein Passwort mehr über das Internet versendet wird, gehen Hacker leer aus. Ohne das physische Gerät und die persönliche Freigabe bleibt die digitale Tür für Kriminelle zu. Am 7. Mai ist Weltpassworttag. Aus diesem Anlass findet von 13.30 bis 14 Uhr ein Lunch & Learn zum Thema sicheres Passwort statt. Weitere Informationen zu dem kostenlosen Vortrag finden sich unter https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/webseminare-rlp Weitere Tipps zur Erstellung sicherer Passwörter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/sicherheitskompass/sichere-passwoerter/ https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/sicher-im-internet-handy-tablet-und-pc-schuetzen-69691 Rückfragen bitte an: Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz Pressestelle Telefon: 06131/65600-10/-11/-12/-13 E-Mail: LKA.presse@polizei.rlp.de