34-Jähriger nach Ausübung unmittelbaren Zwangs durch Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Mannheim im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden am 18. Mai 2026 verstorben

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg Am 17. Mai 2026 gegen 23:25 Uhr kam es im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) zu einem aggressiven Verhalten eines 34-jährigen Patienten. Dieser befand sich bereits seit mehreren Wochen in freiwilliger Unterbringung im PZN. Im Rahmen der Eskalation versuchten mehrere Pflegekräfte sowie die Stationsärztin den Patienten zu beruhigen und sodann zu fixieren. Hiergegen wehrte sich der Patient mit großer Kraftanstrengung, so dass Kräfte des Polizeireviers Wiesloch zur Unterstützung angefordert wurden. Nach dem Eintreffen der Beamtinnen und Beamten wurde zur Unterstützung des Pflegepersonals unmittelbarer Zwang mit dem Ziel der Fixierung des Patienten angewendet, wogegen sich dieser nach Leibeskräften wehrte. Im Rahmen der Fixierung kollabierte der Patient und er wurde reanimationspflichtig. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe wurde um 00:34 Uhr der Tod der Patienten festgestellt. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob sich die an der Fixierung beteiligten Personen wegen fahrlässiger Tötung strafbar gemacht haben. Eine Obduktion zur Ermittlung der Todesursache wurde unverzüglich in Auftrag gegeben. Die weiteren Ermittlungen werden unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Heidelberg durch das LKA Baden-Württemberg geführt. Über diese Pressemitteilung hinausgehende Informationen können aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit nicht mitgeteilt werden. Rückfragen bitte an: Staatsanwaltschaft Heidelberg Pressestelle Herr Erster Staatsanwalt Schmidt Telefon: 06221 59-2024 E-Mail: pressestelle@staheidelberg.justiz.bwl.de Landeskriminalamt Baden-Württemberg Pressestelle Kriminaloberrätin Lisa Schröder Telefon: 0711 5401-2044 E-Mail: pressestelle-lka@polizei.bwl.de