260610.1 Itzehoe: Warnung vor Schockanrufen

Aktuell verzeichnet die Polizeidirektion Itzehoe vor allem im Kreis Steinburg eine gehäufte Welle von sogenannten Schockanrufen. Die Kriminellen gehen dabei mit einer neuen Betrugsmasche vor. Die Polizei warnt eindringlich und möchte hiermit die Bevölkerung für die sich ständig verändernden Legenden der Täter sensibilisieren. In den aktuellen Fällen geben sich die unbekannten Anrufer am Telefon als Mitarbeiter eines Krankenhauses aus. Den Betroffenen wird suggeriert, dass sich die Tochter oder der Sohn derzeit wegen einer vermeintlich routinemäßigen Darmspiegelung in der Klinik befinde. Im Zuge der Untersuchung sei jedoch eine Krebserkrankung festgestellt worden. Die Täter behaupten weiter, dass eine sofortige, lebensnotwendige Behandlung eingeleitet werden müsse oder sehr teure Medikamente aus der Schweiz eingekauft werden müssen, diese jedoch privat und per Vorkasse bezahlt werden müsse. Im weiteren Gesprächsverlauf fragen die Betrüger gezielt nach im Haus vorhandenem Bargeld und Wertgegenständen. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich die Legenden der Betrüger ständig verändern. Während in der Vergangenheit meist das Vortäuschen von Polizei und Staatsanwaltschaft im Vordergrund stand, weichen die Täter nun auf Krankenhaus-Szenarien aus. Parallel dazu sind jedoch auch die altbekannten Maschen falscher Polizeibeamter nach wie vor aktiv. Die Betrüger setzen bewusst auf den Schockmoment, um ihre Opfer emotional unter Druck zu setzen und logisches Nachdenken zu verhindern. Die Polizei rät daher dringend: - Gesundes Misstrauen: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Amtsträger oder Klinikmitarbeiter ausgeben und Geld fordern. - Keine Details: Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre finanziellen Verhältnisse, Bargeld oder Wertsachen. - Gespräch abbrechen: Legen Sie bei Forderungen nach Geld oder Wertsachen sofort den Hörer auf. Sie müssen nicht höflich sein! - Gegenrecherche: Nehmen Sie selbst Kontakt mit Ihren Angehörigen unter den Ihnen bekannten Nummern auf. Rufen Sie im Zweifel die betroffene Institution (Krankenhaus, Polizeidienststelle) über die offiziellen, öffentlich zugänglichen Telefonnummern zurück. - Niemals Geld übergeben: Weder Behörden noch Krankenhäuser fordern Bargeld oder Wertsachen am Telefon oder verlangen eine Übergabe an der Haustür.Die Polizei bittet zudem darum, insbesondere ältere Angehörige und Nachbarn über diese neuen Formen des Telefonbetrugs zu informieren. Wer einen solchen Anruf erhalten hat, wird gebeten, sich unverzüglich über den Notruf 110 oder bei der örtlich zuständigen Kriminalpolizei zu melden. Theresa Straßmann Rückfragen bitte an: Polizeidirektion Itzehoe Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit Große Paaschburg 66 25524 Itzehoe Telefon: +49 (0) 4821 602 2010 E-Mail: pressestelle.itzehoe@polizei.landsh.de