Erneuter Betrug durch falsche Bankmitarbeiter im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis
Pressemitteilung der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 03.07.2026:
Guxhagen / Malsfeld / Melsungen
Nachdem es Ende Juni bereits zu mehreren Betrugsstraftaten durch falsche Bankmitarbeiter im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis gekommen war, kam es am Donnerstag, 02.07.2026, zu weiteren Taten mit einer ähnlichen Vorgehensweise.
In Guxhagen wurde gegen 12:30 Uhr eine Seniorin aus der Bergstraße Opfer eines Betruges. Sie wurde nach bisherigen Erkenntnissen von einer unbekannten Person angerufen, die sich als Mitarbeiter der Kreissparkasse Schwalm-Eder ausgab. Die ordnungsgemäße Funktion der Bankkarte der Seniorin wurde durch den Mitarbeiter angezweifelt und die Dame so dazu bewegt, ihre Karte an einen mutmaßlichen Komplizen auszuhändigen. Die PIN wurde ebenfalls am Telefon durch den Mitarbeiter erfragt.
Nachdem sich der Komplize mit der Bankkarte entfernt hatte, kam es zeitnah zu einer unberechtigten Abbuchung vom Konto der Seniorin. Ihr entstand so ein finanzieller Schaden in Höhe von 5.000,- Euro.
Der Abholer wird beschrieben als männlich, ca. 25 Jahre alt, 170-180 cm groß, schmale sportliche Gestalt, mitteleuropäische Erscheinung, blonde kurze Haar, bekleidet mit einem weißen Hemd und einer beigen Hose.
Eine Seniorin aus dem Melsunger Ortsteil Röhrenfurth wurde gegen 14:00 Uhr von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter angerufen und zur Herausgabe ihrer Bankkarte angeleitet. Hierzu suchte ein mutmaßlicher Komplize das Haus der Seniorin in der Bergstraße in Röhrenfurth auf. An der Haustür überreichte die Seniorin die Bankkarte und nannte dem Abholer die PIN.
Im Anschluss kam es zeitnah zu einer unberechtigten Abbuchung vom Konto der Seniorin in Höhe von 300,- Euro.
Der Abholer hier wird beschrieben als männlich, 170 cm groß, schmale Statur, mitteleuropäische Erscheinung, dunkelblonde gesträhnte Haare bis zum Kinn, bekleidet mit einem weißen Hemd und einer dunklen Hose.
Am gleichen Tag kam es außerdem gegen 15:00 Uhr in Malsfeld-Elfershausen zu einer weiteren Tat. Auch hier wurde ein Senior von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter angerufen und über angebliche Probleme mit seinen Bankkarten informiert. Diese sollten zwecks Prüfung an einen weiteren Mitarbeiter ausgehändigt werden.
Dieser mutmaßliche Komplize erschien kurze Zeit später an der Wohnanschrift des Seniors in der Straße Am Sportplatz und nahm hier zwei Bankkarten sowie die zugehörigen PIN Nummern entgegen. Anschließend wurden vom Konto des geschädigten Seniors widerrechtlich 1.000,- Euro Bargeld abgehoben.
Der Abholer hier kann beschrieben werden als männlich, ca. 30-35 Jahre alt, 170 cm groß, schlanke Statur, bekleidet mit einer dunklen Baseballkappe und einem hellen Hemd oder Shirt.
Trotz der bestehenden Ähnlichkeiten in den Beschreibungen der drei Abholer kann zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, ob es sich hier um die jeweils gleiche Person handelt.
Das für Straftaten zum Nachteil älterer Menschen zuständige Kommissariat der Kasseler Kriminalpolizei hat in allen Fällen die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise. Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder Hinweise zu den Taten geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561-9100 zu melden.
Es wird auf Grund des neuerlichen und vermehrten Fallaufkommens dringend darauf hingewiesen, dass PIN und TAN Nummern persönliche Daten sind und als digitaler Schlüssel für Geld- und Kontobewegungen dienen. Sie sind geheim und Banken, Behörden, Versicherungen oder die Polizei fordern niemals telefonisch, per E-Mail oder SMS zur Herausgabe dieser Nummern auf.
Ebenso werden diese Personen niemals persönlich an Ihre Haustür kommen und die Herausgabe Ihrer Bankkarte fordern. Lassen Sie sich außerdem nie telefonisch zur Durchführung einer Online Überweisung überreden.
Christian Leßner, PHK, Pressestelle
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