Flucht vor Kontrolle endet am Baum

Flucht vor Kontrolle endet am Baum MARKTSCHORGAST, LKR. KULMBACH. Weil er sich einer Verkehrskontrolle entziehen wollte, änderte ein 45-jähriger Berliner am Montagmittag spontan seine geplante Fahrtroute. Er verließ die Autobahn A9 an der Anschlussstelle Gefrees und fuhr Richtung Marktschorgast, wo er anschließend den Ortsbereich mit überhöhter Geschwindigkeit passierte. Schließlich verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte frontal gegen einen Baum.
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Beamte des Hofer Einsatzzuges wollten den Renault-Fahrer am Montag, gegen 11.30 Uhr, auf der A9 in Fahrtrichtung Süden anhalten, weil sie erkannten, dass seine TÜV-Plakette abgelaufen war. Zunächst verringerte der Mann seine Geschwindigkeit auch an der Autobahnabfahrt, jedoch missachtete er die Anhaltezeichen und verließ die Autobahn in Richtung Marktschorgast. Dort versuchte er mit überhöhter Geschwindigkeit der geplanten Kontrolle zu entgehen. Letztlich fanden die Polizisten, die bei der Nachfahrt zwischenzeitlich den Sichtkontakt aufgeben mussten, den Renault verunfallt in der Ortsmitte vor. Vermutlich hatte der Fahrer aufgrund seines Tempos die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war schließlich gegen einen dortigen Baum geprallt.

Die sofort hinzu gerufenen Feuerwehren aus Marktschorgast und Wirsberg konnten den verletzten Fahrer mit schwerem Gerät aus seinem Fahrzeugwrack befreien. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn schließlich zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Der Renault hatte infolge des Anstoßes nur noch Schrottwert.

Bei der Unfallaufnahme und der Überprüfung der Daten fanden die Beamten schließlich den vermutlichen Grund für das Verhalten des Fahrzeugführers. Nicht nur, dass die Hauptuntersuchung seit einem Jahr fällig war, es fehlte auch der Versicherungsschutz für den Renault, weswegen dieser zur Zwangsentstempelung anstand. Außerdem wurde der Fahrer mit Haftbefehl gesucht. Da der Verunfallte ausreichend Bargeld mit sich führte, konnte zumindest dieser durch die Zahlung eines vierstelligen Betrages abgewendet werden, so dass der Unfallfahrer nach seiner ärztlichen Behandlung wieder ein freier Mann ist.

Zur genauen Unfallursache und hinsichtlich der Verkehrsverstöße, die der Berliner auf seiner Fahrt begangen hatte, ermittelt jetzt die Stadtsteinacher Polizei.

Personen, die den roten Renault-Kastenwagen mit Berliner Kennzeichen zwischen der Anschlussstelle Gefrees und dem Unfallort in Marktschorgast gesehen haben und möglicherweise sogar gefährdet worden sind, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Stadtsteinach unter der Tel.-Nr. 09225/963000 zu melden.

Quelle: Bayerische Polizei