Schwerin (ots) - Anlässlich der aktuellen staatsanwaltschaftlichen und polizeilichen Ermittlungen in Wismar wegen sexuellem Missbrauch von Kindern durch einen 19-jährigen Zuwanderer fordert Innenminister Lorenz Caffier die bestehenden strafrechtlichen Möglichkeiten zügig und in vollem Umfang auszuschöpfen.
"Der Staat darf sich aus der Durchsetzung seines Gewaltmonopols nicht zurückziehen", so Innenminister Caffier. "Die Bürgerinnen und Bürger können das Gewaltmonopol des Staates nur akzeptieren, wenn der Staat seinerseits die Bevölkerung wirkungsvoll schützt. Tut er das nicht, besteht die Gefahr, dass die Bevölkerung den Anspruch, sich und ihre Familien zu schützen, selbst in die Hand nimmt. Und in einer von Selbstjustiz geprägten Gesellschaft wird wohl keine Familie leben wollen."
"Die Strafe muss auf dem Fuße folgen", fordert Innenminister Caffier weiter. "Sonst würden wir ein falsches Signal in die Welt senden und es könnte als Einladung verstanden werden, weitere Straftaten zu begehen. Deshalb möchte ich an dieser noch einmal ganz deutlich darauf hinweisen: Wer das Asylrecht nach dem Grundgesetz in Anspruch nehmen möchte, muss auch alle anderen Artikel des Grundgesetzes respektieren. Und dazu gehört eben auch, dass der Mann nicht über der Frau steht und das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung."
Bezug: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Rostock vom 03.04.2016 22:19 Uhr:
Am Sonntag kam es am Nachmittag im Wismarer Erlebnisbad Wonnemar zu einer unsittlichen Tätlichkeit eines 19-jährigen Zuwanderers gegenüber zwei jungen Mädchen. Der tatverdächtige Mann sprach die beiden geschädigten Mädchen (8 und 13 Jahre) während der Benutzung der Wasserrutschen an. Zunächst nutzte der Täter gemeinsam mit den beiden Geschädigten die Rutschen einige Male. Dann fasste er den Opfern an das bekleidete Gesäß. Anschließend berührte der tatverdächtige Mann die geschädigten Mädchen unsittlich, zog sie an sich heran und umklammerte die Kinder. In weiterer Folge küsste er das jüngere Mädchen auch auf den Mund.
Die Wismarer Kriminalpolizei hat sofort die Ermittlungen wegen sexuellem Missbrauch von Kindern aufgenommen. Der Täter ist der Polizei bereits wegen eines ähnlichen Deliktes bekannt. Er befindet sich gegenwärtig in Obhut der Polizei. Über die Fortdauer seiner Freiheitsentziehung entscheidet am Montag die Justiz.
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Quelle: news aktuell / dpa