Sprinterfahrer auf A 3 drängt 40-Tonner ab - Laster streifen sich - Verursacher fährt weiter - Autobahnpolizei stoppt ihn
HELMSTADT, LKR. WÜRZBURG. In der Nacht zum Donnerstag hat ein Sprinterfahrer auf der A 3 zwischen den Anschlussstellen Helmstadt und Wertheim/Lengfurt einen Unfall mit zwei Lastern verursacht und ist weiter gefahren. Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach stoppten den Verursacher bei Weibersbrunn.
Gegen 22:40 Uhr fuhr ein 69-jähriger Mann mit einem Kleintransporter auf dem linken der drei Fahrstreifen in Richtung Frankfurt. Am Beginn des Baustellenbereichs, etwa sieben Kilometer nach der Anschlussstelle Helmstadt, erkannte er nach den Erkenntnissen der Autobahnpolizei offenbar die Fahrbahnverengung zu spät. Kurz nachdem er einen Lkw überholt hatte, lenkte er abrupt nach rechts. Der 53-jährige Fahrer dieses Lasters reagierte prompt: Um nicht mit dem Kastenwagen zu kollidieren, zog er seinen 40-Tonner nach rechts. Dabei streifte er mit der gesamten rechten Seite das Führerhaus eines rechts neben ihm fahrenden Lastzuges. Beide Lkw blieben fahrbereit und hielten an. Der Sprinter fuhr aber weiter. Der Schaden an den beiden Lastzügen wird auf etwa 4.000 Euro geschätzt.
Ein Autofahrer aus Sachsen, der den Unfall beobachtet hatte, folgte dem Verursacher und verständigte sofort die Polizei. Wenig später konnte der Sprinter von der Autobahnpolizei angehalten werden. Der Fahrer aus Oberfranken äußerte gegenüber den Polizisten, den Unfall nicht bemerkt zu haben. Trotzdem wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet.