Ulm (ots) - Vor etwa zwei Wochen hatte eine Frau aus dem Kreis Heidenheim den Anruf eines angeblichen Polizeibeamten erhalten. Der erzählte von ihr eine wilde Geschichte und bot ihr zur Sicherheit an, dass er die Wertsachen der 77-Jährigen in Sicherheit bringt. Der Mann wirkte so überzeugend, dass die Rentnerin keinen Verdacht schöpfte. Sie übergab einer Botin zweimal Geld, insgesamt Zehntausende Euro. Das erfuhr die Giengener Polizei Anfang Mai über Umwege: Eine Polizeidienststelle in Norddeutschland hatte einen Hinweis erhalten und diesen nach Giengen übermittelt. Sofort kümmerte sich die Polizei um die 77-Jährige. Die Ermittler erfuhren, dass die Rentnerin bereits ihre Schwester aus Giengen überzeugt hatte, ebenfalls ihr Geld "in Sicherheit zu bringen" und dem angeblichen Polizisten zu übergeben. Doch jetzt war die Polizei zur Stelle. Bei der Übergabe des Geldes nahmen die Beamten die Botin fest: eine 79-jährige Frau aus dem Kreis Schwäbisch Hall.
Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Frau selbst Opfer eines Betrügers geworden ist. Auf dieselbe Weise wurde sie jüngst um ihre Ersparnisse gebracht (http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110969/3628284). Doch nachdem die Frau so betrogen wurde, ließen die Täter nicht locker. Sie versprachen ihr, dass sie das Geld wieder abholen kann. Dazu müsse sie in den Kreis Heidenheim fahren. Geschickt brachten die Betrüger die 79-Jährige dazu, jetzt selbst als Kurierin Geld von Opfern abzuholen. Weil die 79-Jährige jeweils erkannt, dass es nicht ihr Geld ist, gab sie es, wie gefordert, dem angeblichen Polizeibeamten weiter. Nun ermittelt die Polizei auf gegen die 79-Jährige. Sie sieht dem Verfahren auf freiem Fuß entgegen.
Die Polizei rät:
Die Polizei bittet darum, auch mit Verwandten über diese Gefahren und das richtige Verhalten zu sprechen. Vereinbaren Sie, dass Sie immer informiert werden, wenn Polizei, Behörden oder Banken anrufen. Damit Sie rechtzeitig helfen können.
++++++++++ 0811313
Wolfgang Jürgens, Tel. 0731/188-1111, E-Mail: ulm.pp.stab.oe@polizei.bwl.de
Polizeipräsidium Ulm
Telefon: 0731 188-0
E-Mail: ulm.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/