Wilhelmshaven (ots) - wilhelmshaven. Nach dem Brand eines Alten- und Pflegeheimes in Fedderwardergroden vom 13.06.2017 nahmen die Brandermittler der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland ihre Arbeit auf und mutmaßten zunächst, dass ein technischer Defekt einer Leitung brandursächlich sein könnte.
Bei den Löscharbeiten mussten Gebäudeteile mit einem Bagger abgerissen werden, um das Feuer löschen zu können, wodurch die Brandursachenerforschung erschwert wurde.
Im Rahmen der Ermittlungen suchte ein Brandermittler der Polizei gemeinsam mit einem externen Brandsachverständigen erneut den Brandort auf, um die Brandursache näher bestimmen zu können.
Hierfür musste ein 80-Tonnen-Kran mit einem 40-Meter-Ausleger zur Brandstelle bestellt werden, damit die Ermittler mit einem Korb an alle brandbetroffenen Stellen gelangen und ihre Bewertungen durchführen konnten.
Bei den Brandermittlungen ging man zunächst davon aus, dass am ehesten ein technischer Defekt einer Leitung brandursächlich war, was jedoch aufgrund des erheblichen Beschädigungsgrades nicht eindeutig festgestellt werden konnte.
Im Verlauf der weiteren Ermittlungen ergab sich nunmehr ein Tatverdacht gegen einen 81-Jährigen, der in dem Alten- und Pflegeheim untergebracht war.
Im Rahmen der polizeilichen Vernehmung gab dieser zu, dass er den Brand gelegt haben will. Hieraufhin wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung eingeleitet. Zur Begutachtung seiner psychischen Verfassung beauftragte die Staatsanwaltschaft Oldenburg einen Psychiater.
Aufgrund seiner eindeutigen Einlassung, wurde der 81-Jährige am Freitagmittag, 07.07.2017, einem Richter vorgeführt, der die einstweilige Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung anordnete.
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