Wilhelmshaven (ots) - Da staunten die Beamten der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland nicht schlecht, als sie auf der Osttangente an der Ampel Ölhafendamm standen und plötzlich ein junger Mann auf einem Longboard an ihnen "vorbeiflog".
Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf, konnten den mit 30-40 km/h unterwegs gewesenen mit seinem Board jedoch erst auf der Heppenser Straße anhalten.
Der 27jährige Wilhelmshavener steuerte die Geschwindigkeit mit einer Fernbedienung aus der Tasche und die Fahrtrichtung durch Gewichtsverlagerung.
"Zum Glück ist nichts passiert" betont Ingo Berndt, Sachbearbeiter in der Verfügungseinheit. "Man stellt sich schon die Frage, was wohl passiert wäre, wenn plötzlich ein PKW vor ihm gebremst hätte, oder ein Kind über die Straße gelaufen wäre?" Das Longboard ist ein Elektro-Board, s. Foto, die Steuerung erfolgt durch Gewichtsverlagerung. "Rechtlich handelt es sich um ein Kraftfahrzeug, zu dessen Betrieb eine Betriebserlaubnis, eine Haftpflichtversicherung und eine Fahrerlaubnis vorhanden sein muss" erklärt Andreas Kreye, Leiter der Verfügungseinheit.
"Keines davon hatte der 27Jährige, so dass ihn jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz erwartet."
Das elektrisch angetriebene Longboard wurde sichergestellt, da es aufgrund der Gefährlichkeit und Unbeherrschbarkeit nicht auf Straßen und Wegen betrieben werden darf.
Eine Fahrt, die nicht nur gefährlich ist, sondern auch noch die eingeleiteten Verfahren und den Verlust des teuren Gefährtes in einem Wert von 4.000 EURO zur Folge haben.
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