Ahaus/Vreden (ots) - 122 km/h statt der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h - das war mehr als nur ein wenig zu schnell: Für einen 31 Jahre alten Kradfahrer aus Vreden war damit die aktuelle Zweiradsaison schnell zu ihrem Ende gekommen. Die Polizei erwischte den Raser bei einer ihrer Schwerpunktkontrollen, bei denen sie am vergangenen Freitag und Samstag die Kradfahrer in den Fokus nahm.
Die Beamten legten ihr Augenmerk dabei auf bekannte Motorradstrecken, an diesen Tagen auf die Landstraße L 560 in Ahaus und auf die Bundesstraße B 70 in Vreden. Das Fazit der Aktion: Von den 44 gemessenen Kradfahrern hielt sich der überwiegende Teil vorschriftsmäßig an die bestehenden zulässigen Höchstgeschwindigkeiten von 70 km/h. Neun Kradfahrer waren jedoch zu schnell unterwegs, was konsequent geahndet wurde. Die Überschreitungsquote bei den Zweiradfahrern betrug knapp über 20 Prozent. Sie lag damit deutlich über dem Durchschnittswert von fünf Prozent. Zum Vergleich: Bei den ebenfalls erfassten Pkw-Fahrern betrug die Überschreitungsquote weniger als acht Prozent.
Der negative Spitzenreiter unter den Kradfahrern fuhr mit 122 km/h auf der L560 in Richtung Ahaus. Auf dem betreffenden Abschnitt außerhalb der geschlossenen Ortschaft gilt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit vom 70 km/h; sie liegt nahe des Freizeit- und Naherholungsgebietes Ork. Bei einer so gravierenden Geschwindigkeitsüberschreitung drohen unter anderem ein empfindliches Bußgeld, zwei Punkte in der "Verkehrssünderdatei" und ein einmonatiges Fahrverbot. Gegen diesen und vier weitere Kradfahrer werden Verkehrsordnungswidrigkeiten-Anzeigen gefertigt. Bußgelder und werden die Folge sein. Vier weitere Kradfahrer fielen mit Überschreitungen bis 20 km/h auf, so dass an Ort und Stelle Verwarnungsgelder erhoben wurden.
Der ebenfalls unverantwortliche Spitzenwert bei den Pkw betrug 127 km/h bei erlaubten 70 km/h auf der B 70 bei Vreden. Dem Fahrer drohen neben einem hohen Bußgeld von bis zu circa 500 Euro zudem zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot. Weitere 41 Autofahrer müssen ebenfalls mit Bußgeldbescheiden rechnen.
Raserei führt oftmals zu Verkehrsunfällen mit schwersten Folgen. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wird die Polizei auch weiterhin Schwerpunktkontrollen im Kreis Borken durchführen.
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