Trickbetrug vereitelt

POL-SU: Trickbetrug vereitelt
10.10.2019 – 12:44, Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis, Niederkassel (ots)

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  • 161102_PraevTipp_falsche_PB.pdfPDF - 223 kB
   Am 08.10.2019, kurz vor 23:00 Uhr, erhielt ein Ehepaar aus 
Niederkassel einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten aus 
Niederkassel, der sich mit Hr. Weber vorstellte. Der Anrufer 
schilderte, man habe aktuell zwei Einbrecher festgenommen und bei 
ihnen eine Liste mit Häusern gefunden, in die demnächst eingebrochen 
werden würde. Das Haus des Ehepaares würde auf dieser Liste stehen 
und die Täter würden auch vor einem Mord nicht zurückschrecken. Im 
Auftrag der Staatsanwaltschaft würde die Polizei nun die künftigen 
Opfer kontaktieren und deren Wertgegenstände vorübergehend in 
Verwahrung zu nehmen. In der Folge wurde die 59-Jährige regelrecht 
unter Druck gesetzt, Angaben über ihren Schmuck und andere Wertsachen
zu machen. Die Niederkasselerin sollte dann ihren Schmuck in ein 
Paket packen und der Anrufer kündigte für den Folgetag einen Kurier 
an, der von der Polizei käme und das Paket abholen würde. Der 
69-jährige Ehemann wurde noch während es Telefonates misstrauisch und
handelte richtig. Er informierte die echte Polizei in Troisdorf. Dort
war sofort klar, dass es sich um einen Betrugsversuch handelte. Am 
nächsten Morgen, als der angebliche Polizeikurier mit einem Mietwagen
aus Aachen an der Anschrift in Niederkassel erschien, schlugen 
Zivilfahnder zu und nahmen den 34-Jährigen fest. Der Verdächtige mit 
Wohnsitz in Aachen gab in seiner Vernehmung an, er sei von einem 
Bekannten aus der Türkei beauftragt worden, das Paket abzuholen und 
sollte dafür 100,- Euro bekommen. Ein Zusammenhang mit einer Straftat
oder der Inhalt des Paketes sei ihm nicht bekannt. Da der Kurier 
bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten ist und einen 
festen Wohnsitz nachweisen konnte, wurde er nach Abschluss der 
polizeilichen Maßnahmen zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt. Die 
Ermittlungen dauern an. Sollten auch Sie einen solchen Anruf 
erhalten, empfiehlt die Polizei: -	Lassen Sie sich den Namen nennen, 
legen Sie auf, rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die 
Rufnummer 110 an und schildern Sie den Sachverhalt. -	Geben Sie 
unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse 
oder andere sensible Daten. -	Öffnen Sie unbekannten Personen nicht 
die Tür. - Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. -	Übergeben Sie 
niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche 
Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder 
Geldinstituten. -	Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind,
wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine 
Anzeige. (Ri) 

Rückfragen bitte an:

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Telefon: 02241/541-2222
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