Mann sucht Handy in den S-Bahngleisen und verursacht Streckensperrung- Zwei S-Bahnen wurden durch Schnellbremsungen gestoppt-

Am 11.08. gegen 09.35 Uhr suchte ein Mann (m.28) in den S-Bahngleisen am Hauptbahnhof nach seinem Handy, das zuvor ins Gleis gefallen war. Zwei Triebfahrzeugführer, einer in den Hauptbahnhof einfahrenden S-Bahn und einer Richtung Berliner Tor ausfahrenden S-Bahn, mussten aufgrund der Person im Gleis Schnellbremsungen durchführen.

Alarmierte Bundespolizisten konnten den Mann nach intensiver Absuche in den Gleisen später außerhalb des Gleisbereiches feststellen. Der 28-Jährige wurde über sein Fehlverhalten und den Gefahren im Gleisbereich aufgeklärt. Leider war der Mann wenig einsichtig; sein Kommentar: "Das sei alles nicht so schlimm, die S-Bahnen mussten ja nur langsam bremsen".

Für die Streckenabsuche mussten die entsprechenden S-Bahngleise für 24 Minuten gesperrt werden. Es entstanden Betriebsstörungen im S-Bahnverkehr; dazu kann die Bundespolizei keine Auskünfte geben.

Nach Überprüfung der Personalien wurde der Mann wieder entlassen. Ein Strafverfahren (Verdacht auf gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr) wurde eingeleitet.

Aus aktuellem Anlass warnt die Bundespolizeiinspektion Hamburg wiederholt vor den Gefahren an Bahnanlagen.

"Der Aufenthalt im Gleisbereich ist verboten! Leichtsinniges Verhalten an Bahnanlagen kann zu schweren Unfällen führen. Dabei gefährden sich die Personen durch ihr Handeln nicht nur selbst, sondern auch Helfer und Reisende. Triebfahrzeugführer können mit ihren S-Bahnzügen nicht ausweichen und trotz eingeleiteter Schnellbremsungen oftmals einen Unfall nicht mehr verhindern. Die Stromschienen an den S-Bahngleisen führen 1200 Volt Gleichstrom; eine Berührung ist lebensgefährlich."

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