Erfolgreicher Callcenterbetrug – 59-Jähriger um Erspartes gebracht
09.10.2020, PP Unterfranken
Erfolgreicher Callcenterbetrug – 59-Jähriger um Erspartes gebracht
KÜRNACH, LKR. WÜRZBURG. Im Laufe des Donnerstages wurde ein 59-jähriger Mann durch falsche Polizeibeamte um mehrere tausend Euro betrogen. Die Kripo ermittelt und sucht nach einem bislang unbekannten Geldabholer.<br class="clear">
Am Donnerstag wurde ein 59-Jähriger von einem angeblichen Polizeibeamten kontaktiert. Dieser erklärte, dass ein korrupter Bankmitarbeiter Geld von dem Bankkonto des Mannes ins Ausland überweisen wolle. Zur Sicherung seines Eigentums solle er das Geld abheben und vor seinem Haus deponieren. Dort würde es durch die Polizei abgeholt werden. Der Geschädigte hinterlegte aus Angst um sein Erspartes, wie es ihm aufgetragen wurde, einen fünfstelligen Bargeldbetrag in einer Tüte vor seinem Haus. Er beobachtete die vermeintlichen Polizeibeamten gegen 18:15 Uhr bei der Geldabholung und kontaktierte im Nachgang am Abend die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken, um sich nach der Festnahme des Bankmitarbeiters zu erkundigen. Erst in diesem Moment registrierte der 59-Jährige, dass er auf Betrüger reingefallen war.
Der Mann kann den Geldabholer wie folgt beschreiben: 160 cm groß 80-85 kg schwer kurze schwarze Haare bekleidet mit einer schwarzen Jacke mit grauer Kapuze
Nachdem der Unbekannte die Tüte an sich genommen hatte, stieg er zu einer zweiten männlichen Person in einen silberbraunen Mercedes und fuhr davon. Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm die Ermittlungen und warnt an dieser Stelle nochmals eindringlich vor derartigen Betrugsmaschen.
Anrufe von falschen Polizeibeamten: Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich ein entsprechender Fall! Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder als Lockmittel zu deponieren! Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen! Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)! Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
Die Kriminalpolizei Würzburg hat noch vor Ort die Ermittlungen übernommen und sucht nun Zeugen, welche in Kürnach am Donnerstag zwischen 15:30 Uhr und 18:30 Uhr etwas Verdächtiges gesehen haben. Bei Hinweisen wenden Sie sich bitte unter Tel. 0931/457-1732 an die Kripo Würzburg.