Sexuelle Belästigung in fahrender S-Bahn – Bundespolizei nimmt Tatverdächtigen im Bahnhof Rothenburgsort unter Widerstandshandlungen fest

Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll am 23.03.2024 gegen 14:11 Uhr ein Mann (Alter: 38 Jahre) eine Frau (Alter: 27 Jahre) in einer fahrenden S-Bahn der Linie S2 auf der Strecke Bergedorf - Altona sexuell belästigt haben, indem der deutsche Staatsangehörige sich direkt neben die Frau gesetzt und anschließend ihr Knie in Richtung Oberschenkel angefasst haben soll. Der Begleiter (Alter: 27 Jahre) der Geschädigten soll daraufhin eingeschritten sein und den Tatverdächtigen an weiteren Handlungen durch Wegschlagen der Hand gehindert haben. In der S-Bahn mitfahrende Sicherheitsdienstmitarbeiter konnten alle drei Beteiligten beim nächsten Halt des Zuges im S-Bahnhof Rothenburgsort auf den Bahnsteig führen und an die angeforderte Bundespolizei übergeben. Nach Eintreffen der Bundespolizei wurden die Geschädigte sowie der Zeuge nach einer ersten Befragung zum Sachverhalt vor Ort entlassen. Der Beschuldigte erhielt nach Durchführung der bundespolizeilichen Maßnahmen einen Platzverweis für den Bahnhof Rothenburgsort. Diesen Platzverweis befolgte er nicht, sondern blieb auf dem Bahnsteig stehen und fing an sich zu entkleiden. Nach Aufforderung durch die Bundespolizisten zog sich der Mann wieder an, weigerte sich jedoch weiterhin den Bahnhof zu verlassen. Beim Versuch den Beschuldigten aus dem Bahnhof zu führen, leistete dieser erheblichen Widerstand und bedrohte die eingesetzte Streife mit dem Tode. Er musste zu Boden gebracht und gefesselt werden. Bei der Widerstandshandlung wurde ein eingesetzter Bundespolizist (Alter:29 Jahre) leicht an einem Finger verletzt. Er verblieb dienstfähig. Anschließend wurde der Mann zur Durchsetzung des Platzverweises in Gewahrsam genommen und dem Bundespolizeievier Hamburg Hauptbahnhof zugeführt. Hier ergab eine freiwillige Atemalkoholkonotrolle einen Promillewert von 1.69 Promille. Der Beschuldigte wurde um 17:21 Uhr aus der Wache wieder entlassen, nachdem er sich beruhigt hatte und kooperativ zeigte. Entsprechende Strafverfahren wegen der Straftaten u.a. Sexuelle Belästigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Bedrohung wurden eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt. WL Rückfragen bitte an: Pressesprecher Woldemar Lieder Telefon: 0173-678 34 61 E-Mail: bpoli.hamburg.oea@polizei.bund.de Bundespolizeiinspektion Hamburg Wilsonstraße 49, 51 a-b, 53 a-b 22045 Hamburg