(BC) Biberach- Gefährliche Fahrmanöver vor Auffahrunfall? / Die Polizei sucht Zeugen nach einem möglichen vorausgegangenem Autorennen und einem Unfall am Sonntag in Biberach.
Wie die Polizei mitteilte, kam es wohl gegen 14.30 Uhr zu einer gefährlichen Verkehrssituation mit anschließendem Unfall. Der Vorfall und auch der Zusammenstoß zweier Autos ereignete sich in der Königsbergallee in Fahrtrichtung Memminger Straße, im Bereich einer Ampelanlage. Ein 78-Jähriger war zu diesem Zeitpunkt mit seinem orangen VW unterwegs und musste wegen einer roten Ampel anhalten. Ein 18-Jähriger fuhr mit seinem schwarzen Mercedes hinter dem VW und konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Mercedes krachte dem VW ins Heck. Glücklicherweise wurde der Fahrer im VW nicht verletzt. Der mutmaßliche Unfallverursacher und einer seiner zwei Mitfahrer wurden leicht verletzt. Sie kamen in ein Krankenhaus. Das konnten sie nach ambulanter Behandlung sofort wieder verlassen. Die Polizei Biberach nahm den Unfall auf. Dabei entstand ein Schaden an dem VW von rund 8.000 Euro. Der Mercedes war nur noch Schrott. Die Schadenshöhe wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Den polizeilichen Erkenntnissen zufolge soll es wohl unmittelbar vor dem Auffahrunfall zu gefährlichen Fahrmanövern zwischen dem 18-jährigen Mercedes-Fahrer und einer 20-Jährigen mit einem grauen 3er BMW in der Königsbergallee gekommen sein. Die Fahrenden sollen wohl mit überhöhten Geschwindigkeiten unterwegs gewesen sein, so Zeugen gegenüber der Polizei. Wie die Zeugen weiter berichteten, seien der Mercedes und der BMW nach der stationären Geschwindigkeitsanlage mit hochdrehenden Motoren gefahren. Des Weiteren wurden auch von starken Bremsgeräuschen berichtet.
In diesem Zusammenhang sucht jetzt das Polizeirevier Biberach (Tel. 07351/4470) noch weitere Zeugen, die möglicherweise zur Klärung des Unfallhergangs und auch davor zu der rasanten Fahrt von dem schwarzen Mercedes und dem grauen 3er BMW beitragen können. Der 18-jährige Mercedes-Fahrer und der 20-jährigen BMW-Fahrerin mussten ihre Führerscheine auf Anordnung der Staatsanwaltschaft an Ort und Stelle abgeben. Es wurden Ermittlungen wegen des Verdachts zu einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen aufgenommen.
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