Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden warnt vor betrügerischen Anlageangeboten im Internet
Hohe Gewinne ohne Risiko? Was verlockend klingt, ist meist eine Falle. Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden verzeichnet derzeit eine Zunahme von Fällen, bei denen Kriminelle über das Internet oder soziale Netzwerke versuchen, Anleger um ihr Geld zu bringen. Die Verluste gehen dabei bis in die Hunderttausende.
Typische Merkmale dieser Masche:
- Unrealistische Gewinnversprechen: Die Täter werben mit angeblich
garantierten Renditen und sicheren Investments (z.B. in
Krypto-Währungen). - Professionelle Täuschung: Gefälschte Plattformen und Webseiten
sehen seriös aus, oft mit Logos bekannter Unternehmen. - Werbemaßnahmen: Darstellung angeblicher Gewinnerfolge
prominenter Persönlichkeiten. - Lockangebote und Druck: Opfer werden mit zeitlich begrenzten
"Top-Chancen" unter Druck gesetzt. - Verschleierte Kommunikation: Kontakt erfolgt fast ausschließlich
online, persönliche Treffen oder echte Firmenadressen fehlen. - Falsche Gewinne: In manipulierten Konten werden scheinbare
Profite angezeigt, um Vertrauen aufzubauen. - Geringfügige Rückzahlungen: Zu Beginn werden bei geringeren
Anlagesummen mitunter Rückzahlungen geleistet, um den Eindruck
von Seriosität zu erwecken. Dies nehmen die Täter in Kauf, da
sie auf deutlich höhere Folgeinvestitionen hoffen.So gehen die Täter vor:
Die Betrüger werben über Anzeigen, E-Mails oder soziale Netzwerke für ihre Plattformen. Nach einer Registrierung sollen Betroffene kleine Summen investieren. Diese werden auf gefälschten Dashboards als Gewinn ausgewiesen. Wer mehr investieren möchte, wird schrittweise zu höheren Einzahlungen bewegt - teils mehrere tausend Euro. Am Ende brechen die Täter den Kontakt ab, Auszahlungen erfolgen nicht.
So schützen Sie sich vor Anlagebetrug - Präventionstipps der Polizeiinspektion:
- Nehmen Sie sich Zeit: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
oder zu einem schnellen Vertragsabschluss drängen. - AGB genau lesen: Prüfen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
sorgfältig und fragen Sie bei Unklarheiten gezielt nach. - Absicherung klären: Fragen Sie nach, wie Ihre Investition
abgesichert ist. Manche Produkte - wie
Inhaberschuldverschreibungen - sind nicht durch einen
Einlagensicherungsfonds geschützt. Bei Insolvenz ist das Geld
verloren. - Vergleich einholen: Holen Sie Vergleichsangebote anderer
Anbieter ein, bevor Sie investieren. - Expertenrat nutzen: Lassen Sie Angebote von Verbraucherzentralen
oder Fachanwälten für Kapitalmarktrecht prüfen. - Nicht von hohen Renditen täuschen lassen: Hohe Gewinnversprechen
bedeuten immer ein hohes Risiko - bis hin zum Totalverlust. - Zertifikate sind kein Schutz: TÜV- oder andere "Siegel" sind in
erster Linie Werbemittel und garantieren weder Seriosität noch
Sicherheit. - Firmensitz prüfen: Unseriöse Anbieter sitzen oft im Ausland -
vor allem in Steueroasen. - Gesellschaftsform beachten: Bei Gesellschaften wie "Limited"
(Ltd.) fehlt oft ein Haftungskapital. Im Schadensfall bleiben
Sie auf den Kosten sitzen.Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden rät:
Seien Sie misstrauisch bei vermeintlich sicheren Geldanlagen mit hohen Renditen. Prüfen Sie jeden Anbieter sorgfältig, geben Sie keine sensiblen Daten heraus und lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen.
Wenn Sie bereits Geld überwiesen haben oder unsicher sind:
Wenden Sie sich sofort an Ihre örtliche Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige. Bringen Sie sämtliche Unterlagen und Kommunikationsdaten mit.
Bleiben Sie aufmerksam - schützen Sie Ihr Geld und Ihre Daten!
Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de
Rückfragen bitte an:
Leon Koch
Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden
Telefon: 05151 933-204
E-Mail: leon.koch@polizei.niedersachsen.de