Vorsicht Fake Shops / Diebstahl und Radladerfahrt
Unbekannte Täter haben in der vergangenen Nacht eine Radladerfahrt Im Eichholz unternommen. Sie nahmen das dort stehende Fahrzeug auf unbekannte Art in Betrieb und fuhren mit der Schaufel gegen einen geparkten Pkw, der hat nun eine Delle im Dach. Die Polizei ermittelt wegen des unbefugten Gebrauchs von Kraftwagen und bittet Zeugen um Hinweise an die 0235190990.
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Ein Pkw-Halter fand am Donnerstagmittag seinen an der Oberen Schlänke geparkten Wagen mit offenen Türen vor. Es fehlte ein Kasten Bier. Er erstattete Anzeige bei der Polizei. (cris)
Knapp zehn Tage nach einer Online-Bestellung warten zwei Senioren aus Lüdenscheid immer noch auf die bestellte und bezahlte Schneefräse. Sie erstatteten Anzeige bei der Polizei wegen Betrugs. Ob sie auf einen Fake-Shop hereingefallen sind, oder der Anbieter lediglich Lieferprobleme hat, das muss nun die Polizei herausfinden.
Fakt ist: Fake-Shops wachsen wie Pilze aus dem Boden. Die Betrügers-Shops sind auf den ersten Blick kaum von seriösen Anbietern zu unterscheiden.
In diesem Fall lag der Preis auf einem reellen Niveau. Oft versuchen die Betrüger, ihre Opfer durch unschlagbar günstige Angebote zu blenden. Solche Preise sollte misstrauisch machen.
Manchmal hilft ein Blick ins Impressum weiter. Um dort Fehler zu erkennen, müssten Nutzer allerdings schon tiefer blicken. Wenn die Eingabe der angeblichen Adresse eines Gartencenters auf Google beispielsweise zu einem Café am Flussufer führt, könnte Vorsicht angesagt sein. Aber natürlich könnte an der besagten Adresse tatsächlich das Büro einer solchen Firma sein, während Lager und Verkaufsfläche an einem anderen Ort sind. Angebliche Handelsregister-Einträge lassen sich kostenlos überprüfen auf der Seite www.bundesanzeiger.de, einer Seite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Doch Betrüger nutzen leider immer wieder auch die guten Namen tatsächlich bestehender, seriöser Firmen, die anschließend unberechtigt in den Fokus polizeilicher Ermittlungen geraten. Auch hier gibt es also bestenfalls Indizien, die auf Fake hinweisen könnten. Ein Beispiel wäre, wenn der Schuster plötzlich angeblich hochwertige Elektronik verkauft.
Manchmal hilft auch eine Suche nach dem Namen des Unternehmens: Gibt es möglicherweise verschiedene Webseiten (eine echte und eine "gefakte") oder sogar Warnhinweise und Erfahrungsberichte anderer Verbraucher vor "Fake-Shops"? Diverse Initiativen pflegen inzwischen Listen mit Fake-Shops. Doch die Betrüger betreiben ihre Webseiten unter ständig wechselnden Namen.
Ein weiteres Indiz sind fehlende Zahlungsmethoden: Oft bieten die Fake-Läden zunächst scheinbar alle Bezahl-Möglichkeiten. Doch im Laufe des Bestellprozesses bleibt am Ende doch nur die Möglichkeit, vorab zu bezahlen. Wer dieses Risiko eingehen will, der sollte aber spätestens misstrauisch werden, wenn das Geld an eine ganz andere Person im Ausland geht. Im Fall des Lüdenscheider Ehepaars floss das Geld auf ein italienisches Konto.
In manchen Fällen schmücken sich auch Fake-Shops mit Gütesiegeln, die Vertrauen signalisieren sollen. Bei seriösen Shops lassen sich die Zertifikats-Logos jedoch anklicken und führen auf die Bewertungsseiten. (cris)
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