Sachbeschädigung in S-Bahn führt zu Wohnungsdurchsuchung
Als ein Jugendlicher Montagabend die Sitze einer S-Bahn beschmierte und ihn ein Reisender zur Rede stellte, schlug er dem Mann ins Gesicht und flüchtete vom Bahnhof. Einsatzkräfte nahmen ihn kurz darauf fest und durchsuchten im weiteren Verlauf die Wohnräume des Jugendlichen.
Gegen 20:30 Uhr soll ein Mann einen Jugendlichen dabei beobachtet haben, wie dieser während der Fahrt mit einer S-Bahn der Linie S 3 von Wilhelmshagen nach Rahnsdorf eine Sitzgruppe der S-Bahn mit einem Faserstift beschmiert und den Innenraum mit Aufklebern eines Fußballvereins beklebt haben soll. Der Mann soll den Jugendlichen daraufhin angesprochen haben, dies zu unterlassen. Nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung soll der Jugendliche dem Mann daraufhin mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Beim Halt am S-Bahnhof Rahnsdorf flüchtete er gemeinsam mit weiteren Personen aus der Bahn. Einsatzkräfte der Polizei Berlin nahmen den 17-Jährigen und dessen Begleiterinnen und Begleiter kurz darauf im Nahbereich des Bahnhofes vorläufig fest.
Im Rahmen einer durch die Staatsanwaltschaft Berlin angeordneten Durchsicht seines Mobiltelefons stellten die Beamtinnen und Beamten umfangreiche Bild- und Videomitschnitte sowie Hinweise auf den Besitz nach dem Waffen- und Sprengstoffgesetz verbotener Gegenstände fest. Die Staatsanwaltschaft ordnete daraufhin eine Wohnungsdurchsuchung an. Hierbei fanden die Einsatzkräfte eine Schreckschusswaffe, ein Luftdruckgewehr, eine Softairwaffe, ein Neck-Knife, zwei Reizstoffsprühgeräte, pyrotechnische Erzeugnisse, bahnspezifische Dienstschlüssel und Bekleidungsgegenstände sowie diverse Farbsprühdosen.
Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts der Sachbeschädigung, Körperverletzung, Unterschlagung sowie der Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz gegen den bereits polizeibekannten 17-jährigen Deutschen ein.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen übergaben die Einsatzkräfte den Jugendlichen die Erziehungsberechtigten.
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