Ausschreitungen bei Versammlung – Polizei setzt Pfefferspray ein

Bei einer Versammlung zum Thema "Solidarität mit Rojava" kamen am Dienstagabend (20.01.2026) entgegen der angekündigten 20 Teilnehmer zeitweise bis zu 2000 Personen zu der Versammlungsörtlichkeit am Börsenplatz. Bereits im Rahmen der Auftaktkundgebung gegen 18.00 Uhr kam es zu einzelnen Vermummungshandlungen von Versammlungsteilnehmern, die nach Ansprache durch die Versammlungsleitung und die Polizei abgelegt wurden. Mit Beginn des Aufzugs wurde wiederholt Pyrotechnik innerhalb der Versammlung gezündet. Der Aufzug wurde daraufhin immer wieder angehalten. Die Versammlungsteilnehmer zeigten sich fortwährend aggressiv und griffen in der Folge vorbeifahrende Fahrzeuge und Einsatzkräfte der Polizei mit Pyrotechnik an. Nach dem Anhalten des Aufzugs durch die Polizei wurden die Einsatzkräfte mit Pyrotechnik beworfen. Zudem wurde versucht, die Polizeikette gewaltsam zu durchbrechen, so dass die Polizei Pfefferspray einsetzen musste. Aus dem Kreise der Versammlungsteilnehmer konnten 75 Personen polizeilich umschlossen werden. Unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, Angriffen auf Polizeibeamte, Verstößen gegen das Sprengstoff- und Versammlungsgesetz wurden die Personalien festgestellt und die Personen erkennungsdienstlich behandelt. Die Polizei zeigte im Nachgang der Versammlung weiterhin im gesamten Innenstadtbereich starke Präsenz und sprach vereinzelt Platzverweise gegen Personen aus, die sich polizeilichen Anweisungen widersetzten. Polizeisprecher Timo Brenner: "Unter dem Deckmantel einer Demonstration Polizeikräfte und Außenstehende anzugreifen ist mit dem demokratischen Verständnis der Versammlungsfreiheit nicht in Einklang zu bringen. Unsere Einsatzkräfte waren heute leider massiven Gewalthandlungen ausgesetzt und waren gezwungen, entsprechend robust einzuschreiten. Es war einzig glücklichen Umständen geschuldet, dass keine Einsatzkräfte verletzt wurden." Im Rahmen des Einsatzgeschehens wurden durch die Polizei Bild- und Videoaufnahmen gefertigt, die nun ausgewertet werden. Zur Fertigung von Übersichtsaufnahmen war zeitweise auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. "Wir werden akribisch ermitteln und die Straftäter ihrer gerechten Strafe zuführen", so Brenner weiter. Der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Stuttgart hat die Ermittlungen übernommen. Stand 22.45 Uhr Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Stuttgart Telefon: 0711 8990-1111 E-Mail: stuttgart.pressestelle@polizei.bwl.de Bürozeiten: Montag bis Freitag 06.30 Uhr bis 18.00 Uhr Außerhalb der Bürozeiten: Telefon: 0711 8990-3333 E-Mail: stuttgart.pp@polizei.bwl.de