Telefonbetrüger scheitern: Polizei appelliert an Aufklärung durch Angehörige

(md) Telefonbetrüger haben am Mittwoch, 21. Januar gegen 17.15 Uhr versucht, einen 82 Jahre alten Mann aus dem Kreis Paderborn dazu zu bewegen, einen fünfstelligen Geldbetrag zu übergeben. Der Senior machte alles richtig, beriet sich mit seinen Angehörigen, fiel nicht auf die Masche herein und informierte die Polizei. Gegen 17.12 Uhr rief eine weibliche Stimme auf dem Festnetzanschluss des Mannes an, weinte, und behauptetet, eine Frau totgefahren zu haben. Ein Polizist übernahm dann das Gespräch. Er erklärte, dass bei einem Unfall der Tochter des Angerufenen eine Frau verstorben sei. Die Tochter sei nun in Haft und wolle sich das Leben nehmen. Der Senior teilte dem Anrufer auf Nachfrage seinen Namen, Adresse und den Namen der Tochter mit. Im weiteren Verlauf nahm eine weitere Person, angeblich ein Staatsanwalt an dem Telefonat teil. Dieser forderte eine Kaution im fünfstelligen Bereich und teilte mit, dass man sich nochmal melden werde. Beide Telefonpartner waren männlich und sprachen hochdeutsch. Der Mann reagiert richtig, beriet sich mit seinen Angehörigen zu dem Telefonat und informierte die Polizei. Die Polizei warnt ein dringlich vor allen Arten des Telefonbetrugs. Die Täter setzen ihr potenziellen Opfer massiv unter Druck und scheuen nicht vor dramatischen, emotional aufwühlenden Szenarien, in die angeblich ein Familienmitglied verwickelt ist. Oft halten die Betrüger die Angerufenen über Stunden am Telefon. Angehörige sollten ältere Familienmitglieder wiederholt vor diesen Machenschaften warnen. Weitere Informationen zum Thema hat die Polizei mit der Kampagne "Geschockt am Telefon? Auflegen!" im Internet bereitgestellt: https://paderborn.polizei.nrw/artikel/geschockt-am-telefon-auflegen Auch Beratungen zum Thema sind über das Kommissariat Prävention/Opferschutz möglich: https://paderborn.polizei.nrw/artikel/achtung-betrueger-am-telefon Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Kreispolizeibehörde Paderborn - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Telefon: 05251 306-1313 E-Mail: pressestelle.paderborn@polizei.nrw.de Außerhalb der Bürozeiten: Leitstelle Polizei Paderborn Telefon: 05251 306-1222