260123.2 Brunsbüttel: Anilin tritt an Bord eines Tankschiffs aus
Am Donnerstag kam es in Brunsbüttel im Bereich des Landeshafens an Bord eines unter niederländischer Flagge fahrenden Tankschiffs zu einem Austritt der Substanz Anilin. Feuerwehr und Werksfeuerwehr sicherten die Lage. Verletzt wurde niemand. Eine Evakuierung war nicht erforderlich.
Gegen 13:10 Uhr bemerkten der Lademeister und die Besatzung während des Löschvorgangs, dass Anilin an Bord austrat. Löschen ist ein fachsprachlicher Begriff aus der Schifffahrt und Hafenlogistik und bezeichnet den Entladevorgang eines Schiffs. Der Lademeister und die Besatzung stoppten den Löschvorgang umgehend über die Notaus-Einrichtungen an Land und an Bord. Anilin gilt als giftiger chemischer Stoff und dient unter anderem als Ausgangsstoff für die Herstellung von Kunststoffen, Farbstoffen und Gummi.
Die Feuerwehr Brunsbüttel und die Werksfeuerwehr des Unternehmens Covestro übernahmen die Gefahrenabwehr und führten Messungen durch. Die Messungen ergaben keine Auffälligkeiten. Nach ersten Schätzungen liefen etwa 400 bis 800 Liter aus. Ob die Substanz in das Hafenbecken gelangte, lässt sich derzeit nicht ausschließen. Die Besatzung führte die weitere Reinigung an Bord durch.
Als mögliche Ursache kommt nach bisherigen Erkenntnissen ein technischer Defekt eines Überdruckventils in Betracht. Die BG Verkehr ordnete ein Verbot für die Fortsetzung des Löschvorgangs bis zur Klärung der Ursache an. Die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel führt die Ermittlungen fort.
Björn Gustke
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