Heidelberg/Mannheim/Rhein- Fünf Tatverdächtige unter anderem wegen gemeinschaftlichen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern in Untersuchungshaft

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg hat das Amtsgericht Heidelberg Haftbefehle gegen drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 24 und 46 Jahren erlassen. Ihnen wird gemeinschaftliches gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern in Tateinheit mit gemeinschaftlicher Zuhälterei vorgeworfen. Des Weiteren wird einer Frau und drei Männern aus dieser Gruppierung auch die Einfuhr und der Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen. Zu einem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt, spätestens seit November 2024, sollen sich die Tatverdächtigen entschlossen haben, gemeinsam Frauen aus Kolumbien und Brasilien in die Bundesrepublik Deutschland einzuschleusen und insbesondere im süddeutschen Raum gezielt der Prostitution zuzuführen. Als Druckmittel sollen sie den Frauen die Ausweisdokumente abgenommen oder mit Gewaltanwendung gedroht haben. Bislang sind 62 Frauen identifiziert worden, die der illegalen Prostitution nachgegangen sein sollen. Ferner sollen vier der fünf Tatverdächtigen Betäubungsmittel in nicht geringer Menge eingeführt und mit diesen gehandelt haben. Hierbei soll es sich um Marihuana bzw. Haschisch im mittleren zweistelligen Kilogrammbereich sowie mindestens fünf Kilogramm Kokain gehandelt haben. Aufgrund umfassender Ermittlungen konnten die fünf Tatverdächtigen identifiziert werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg erließ das Amtsgericht Heidelberg mehrere Durchsuchungsbeschlüsse, die im Zuge der Ermittlungsmaßnahmen vollstreckt wurden. Bei den Durchsuchungen konnten unter anderem diverse Ausweisdokumente der aus Lateinamerika stammenden Frauen, scharfe Schusswaffen sowie Bargeld im fünfstelligen Bereich sichergestellt werden. Zudem erließ die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Heidelberg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg gegen die fünf Tatverdächtigen Haftbefehle wegen gemeinschaftlichen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern in Tateinheit mit gemeinschaftlicher Zuhälterei. Nach Eröffnung der Haftbefehle wurden diese in Vollzug gesetzt und die Beschuldigten in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg des Polizeipräsidiums Mannheim in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Heidelberg dauern an. Rückfragen bitte an: Staatsanwaltschaft Heidelberg Pressestelle: Erster Staatsanwalt Herr Schmidt Telefon: 06221/59-2024 E-Mail: pressestelle@staheidelberg.justiz.bwl.de Polizeipräsidium Mannheim Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit Anna Mifka Telefon: 0621 174-1111 E-Mail: mannheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de