Gemeinsames Engagement für Opfer und Geschädigte von Straftaten im Landkreis Harburg
Der WEISSE RING Niedersachsen und die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen intensivieren ihre Zusammenarbeit, um Betroffenen den Zugang zu wirksamer Unterstützung nachhaltig zu erleichtern.
Opfer von Straftaten benötigen schnelle, verlässliche und passgenaue Hilfe. Um dieses Ziel noch besser zu erreichen, haben beide Organisationen eine landesweite Kooperation vereinbart. Vorgestellt wurde sie am Mittwoch, 21. Januar, im Rahmen eines Austauschs mit der Leitungsebene der Polizeiinspektion Harburg.
Hilfe zugänglich machen und Hemmschwellen abbauen
Ein zentrales Anliegen der Kooperation ist es, Betroffenen den Weg zu Unterstützungsangeboten zu erleichtern. Thomas Meyn, Leiter der Polizeiinspektion Harburg, betonte: "Ziel ist es, dass Opfer sich nicht allein gelassen fühlen, sondern möglichst frühzeitig den Kontakt zu geeigneten Hilfsstellen finden und Unterstützung erhalten."
Unterschiedliche Stärken - ein gemeinsames Ziel
Im Gespräch stellten Vera Theelen, Außenstellenleiterin des WEISSEN RINGS im Landkreis Harburg, sowie Denise de With (Büro Stade) und Evelyn König (Büro Lüneburg) von der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen ihre jeweiligen Arbeitsschwerpunkte vor. Dabei wurde deutlich, dass sich beide Einrichtungen mit ihren unterschiedlichen Strukturen sinnvoll ergänzen.
Der WEISSE RING bietet ein flächendeckendes, niedrigschwelliges Unterstützungsangebot durch ehrenamtlich Engagierte.
Die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen arbeitet mit hauptamtlichen Fachberaterinnen und Fachberatern sowie psychosozialen Prozessbegleiterinnen und -begleitern aus der Sozialen Arbeit und bringt damit eine fachliche Professionalität und besondere Expertise in der psychosozialen Prozessbegleitung ein.
Vera Theelen, Denise de With und Evelyn König unterstrichen gemeinsam: "Die Perspektive und die Bedürfnisse der Opfer müssen stets handlungsleitend sein."
Breites Unterstützungsangebot für Betroffene
Beide Organisationen halten vielfältige Hilfsleistungen bereit - von Informationen zu strafrechtlichen Abläufen über Unterstützung bei Entschädigungsfragen bis hin zu Zeugenbegleitung und psychosozialer Beratung. Für beide Einrichtungen steht der persönliche Kontakt mit den Betroffenen im Mittelpunkt.
Der Zugang zu den Hilfsangeboten ist auf verschiedenen Wegen möglich: online oder telefonisch, über mehrsprachige Informationsflyer mit QR-Codes oder - mit Einverständnis der Betroffenen - durch eine Vermittlung über die Polizei.
Nina Sommer, Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, ermutigt Betroffene ausdrücklich, auch bei länger zurückliegenden Fällen Unterstützung in Anspruch zu nehmen: "Das Erleben häuslicher Gewalt, das Trauma eines Wohnungseinbruchs oder auch ein langes Gerichtsverfahren können nach Monaten noch Belastungen darstellen, die man mit der professionellen Unterstützung der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen oder des WEISSEN RINGS besser bewältigen kann."
Gemeinsamer Blick auf die Opferperspektive
Zum Abschluss des Treffens richteten die Beteiligten einen gemeinsamen Appell an Öffentlichkeit und Institutionen: Während häufig die Täter im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, tragen die Opfer und Geschädigten die Folgen von Straftaten oft ein Leben lang. Ihnen die notwendige Unterstützung, Anerkennung und Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, ist eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung.
Medienhinweis: Die QR-Codes auf den Plakaten und Flyern führen zu folgenden Websites:
https://www.opferhilfe.niedersachsen.de/
https://niedersachsen.weisser-ring.de/
Kontakt für Medienanfragen:
Polizeiinspektion Harburg
Polizeihauptkommissar
Jan Krüger
Telefon: 0 41 81 / 285 - 104
Mobil: 0 160 / 972 710 15 od. -19
E-Mail: pressestelle@pi-harburg.polizei.niedersachsen.de