Beim „Bewerbungsgespräch“ in die Falle getappt und Bankkonten eröffnet
Eine Iserlohnerin sollte als Produkttesterin Bankkonten eröffnen. Schon beim "Bewerbungsgespräch" tappte sie in die Falle.
Betrüger suchen in einschlägigen Job-Portalen nach arglosen Opfern. Immer wieder bieten dubiose Firmen angebliche Jobs als "Produkttester" an: Sie versprechen einfach zu erledigende Aufgaben sozusagen vom heimischen Sofa oder Home-Office, mit geringem Aufwand und relativ hohem Lohn. Im Fall der Iserlohnerin haben die Täter allerdings erst gar keine Vereinbarung mit der Interessentin getroffen. Sie verlegten den Auftrag gleich in das Online-"Vorstellungsgespräch": Die Frau sollte - angeblich zu Testzwecken - Konten bei Banken eröffnen, um den Service der Banken zu überprüfen. Das tat die Iserlohnerin: In einem Fall identifizierte sie sich per Videotelefonie mit ihrem Personalausweis bei der Bank, in dem anderen Fall lief die Identifikation über eine App. Als der Job-Anbieter weitere Aufträge erteilte, weigerte sie sich: Sie wollte zunächst einen Arbeitsvertrag. An diesem Punkt beendeten die Betrüger das Bewerbungsgespräch. Die Iserlohnerin erstattete nun richtigerweise Anzeige bei der Polizei.
Die warnt immer wieder vor solchen "Job-Angeboten". Über die Konten, die auf den Namen der "Tester" eröffnet werden, wickeln die Betrüger anschließend illegale Geschäfte ab. Bevor die Tester das verstehen, ist das ergaunerte Geld abgebucht. Die Tester sehen sich anschließend mit Forderungen anderer Opfer konfrontiert und geraten in den Fokus polizeilicher Ermittlungen. Die Polizei rät dringend davor ab, an völlig Fremde private Daten zu übermitteln oder Aufträge zu übernehmen, bevor überhaupt eine Vereinbarung getroffen ist. Sollten Betroffene bereits solche Aufträge übernommen haben, sollten sie sich zu ihrem eigenen Schutz bei der Polizei melden.
Zwischen Dienstagmittag und Mittwochabend wurde in ein Einfamilienhaus an der Brabeckstraße eingebrochen. Unbekannte brachen eine Tür an der Gebäuderückseite auf und gelangten so in das Haus, durchsuchten die Wohnräume und flüchteten unerkannt. Zur möglichen Diebesbeute konnten bei der Anzeigenaufnahme durch die Polizei keine Angaben gemacht werden.
Am Mittwoch wurde eine 71-jährige Frau möglicherweise im Linienbus bestohlen. Sie hatte eingekauft und stieg gegen 17.10 Uhr am Theodor-Heuss-Ring in den Bus der Linie 1 in Richtung Letmathe. Die Geldbörse steckte zu diesem Zeitpunkt in einer Einkaufstüte. Als die Frau um 17.45 Uhr nach Hause kam, war das Portemonnaie weg. Die Polizei mahnt immer wieder, überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten, Wertsachen gut wegzustecken. Innentaschen von Jacken oder Mänteln sind der deutlich sicherere Ort als Einkaufs- oder Handtaschen. Keinesfalls darf die PIN mit ins Portemonnaie gesteckt werden. Sonst bereichern sich die Diebe am nächsten Geldautomaten gleich noch einmal. (cris)
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