Gemeinsame Pressemeldung: Staatsanwaltschaft Rostock und Landeskriminalamt MV | Durchsuchungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Rockerkriminalität in Neubrandenburg

Am 03.02.2026 führte das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern im Auftrag der Staatsanwaltschaft Rostock im Großraum Neubrandenburg sowie in Brandenburg Durchsuchungsmaßnahmen in 13 Objekten (davon 12 in Mecklenburg-Vorpommern und 1 Objekt in Brandenburg) durch. Es kamen insgesamt 77 Einsatzkräfte der Landespolizei MV sowie Kräfte der Landespolizei Brandenburg zum Einsatz. Hintergrund der Durchsuchungen ist ein Ermittlungsverfahren unter anderem gegen Angehörige der Rockerszene in Neubrandenburg, insbesondere dem Bandidos MC Neubrandenburg und deren Unterstützer. Die 13 männlichen Beschuldigten im Alter von 22 bis 52 Jahren stehen im Verdacht seit mehreren Jahren gemeinschaftlich und gewerbsmäßig den Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen zu betreiben. Im Zuge der Durchsuchungsmaßnahmen konnten diverse Betäubungsmittel, unter anderem Kokain und Marihuana, sowie Bargeld, vermeintliches Falschgeld, mehrere Messer, verbotene Gegenstände, Schreckschusswaffen und eine Handfeuerwaffe sichergestellt werden. Zwei Personen wurden im Zuge der Maßnahmen vorläufig festgenommen. Des Weiteren wurden durch die Ermittlungen Hinweise zu sogenannten Strafgeldzahlungen bekannt. Hierbei handelt es sich um Zahlungen von Opfern an die Tatverdächtigen, welche aufgrund von Bedrohungen, Erpressungen oder Körperverletzungsdelikten erfolgten. Bekannt gewordene Straftaten werden durch die Strafverfolgungsbehörden konsequent verfolgt. Zur weiteren Aufklärung dieser Sachverhalte richtet das Landeskriminalamt MV ein Hinweistelefon ein. Informationen und eigene Feststellungen zu den genannten Gewaltstraftaten, dem Handel mit Betäubungsmitteln oder zu beteiligten Personen aus dem Rockermilieu in Neubrandenburg werden über ein Hinweistelefon mit der Rufnummer 0800 5015630 vom 03.02.2026 bis zum 12.02.2026, jeweils rund um die Uhr, entgegengenommen. Hinweise nimmt selbstverständlich auch jede Polizeidienststelle entgegen. Jeder Hinweis kann zur weiteren Aufklärung und Aufdeckung von Straftaten beitragen. Mögliche Rückfragen sind an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Rostock oder das Landeskriminalamt MV zu richten. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung. Rückfragen bitte an: Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern Nancy Schönenberg Telefon: 03866/64-8702 E-Mail: presse@lka-mv.de