Unna – Kreispolizeibehörde Unna unterstützt Elternabend am Pestalozzi-Gymnasium Unna zum Thema Cybercrime Prävention und Aufklärung für eine sichere digitale Zukunft
Die Dienststelle Kriminalprävention und Opferschutz (KP/O) der Kreispolizeibehörde Unna hat einen Elternabend am Pestalozzi-Gymnasium Unna zum Thema Cybercrime fachlich begleitet. Rund 60 Eltern von Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 5 bis 7 nutzten das Angebot, sich über Risiken und Gefahren im digitalen Raum zu informieren.
Der Vortrag wurde von Kriminaloberkommissar Christian Bolle gehalten, der im Bereich Cybercrime und Kriminalprävention tätig ist. Aufgrund des großen Interesses entwickelte sich eine intensive Veranstaltung mit ausführlichen Gesprächs- und Fragerunden. Im Mittelpunkt standen Straftaten und Gefahren, die durch einen unvorsichtigen Umgang mit Smartphones, dem Internet und sozialen Netzwerken entstehen können.
Anhand aktueller Studien und praxisnaher Beispiele erläuterte Kriminaloberkommissar Bolle, wie Kinder und Jugendliche etwa durch Cybermobbing, Datenmissbrauch oder strafbares Verhalten im Internet in problematische oder gefährliche Situationen geraten können. Dabei wurde deutlich, dass digitale Risiken stetig zunehmen und sich fortlaufend verändern.
Ein zentrales Anliegen des Vortrags war die Erkenntnis, dass es keine allgemeingültige Lösung für den Umgang mit digitalen Medien gibt. Jedes Kind bringe unterschiedliche Voraussetzungen mit, weshalb individuelle Absprachen und eine altersgerechte Begleitung notwendig seien. "Niemand kennt Ihr Kind besser als Sie selbst", betonte die Polizei und hob damit die besondere Verantwortung der Eltern hervor. Neben klaren Regeln spiele auch das eigene Medienverhalten eine wichtige Vorbildfunktion. Ein bewusster und reflektierter Umgang mit digitalen Geräten beginne im familiären Alltag.
Für die Kriminalprävention und den Opferschutz ist Präventionsarbeit ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit. Ziel ist es, Straftaten möglichst frühzeitig zu verhindern. Durch die Sensibilisierung von Eltern und Kindern sollen Risiken erkannt und verantwortungsbewusstes Verhalten im digitalen Raum gefördert werden. Die enge Zusammenarbeit mit Eltern nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein.
Während der Veranstaltung nutzten viele Eltern die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Unsicherheiten anzusprechen. In den Gesprächen wurde deutlich, dass der Bedarf an Orientierung und verlässlichen Informationen groß ist - nicht nur im Hinblick auf Smartphones und soziale Medien, sondern auch im Umgang mit auffälligem oder problematischem Verhalten von Kindern im digitalen Umfeld.
"Medienkompetenz ist ein elementarer Bestandteil des täglichen Lebens", erklärte Kriminaloberkommissar Bolle. Gerade im digitalen Raum sei es wichtig, diese Kompetenz kontinuierlich weiterzuentwickeln. Informationsveranstaltungen der Polizei leisten hierzu einen wichtigen Beitrag und unterstützen Eltern dabei, ihre Kinder sicher und verantwortungsvoll durch die digitale Welt zu begleiten.
Die Kreispolizeibehörde Unna führt solche Präventionsangebote regelmäßig durch und erhält hierfür positives Feedback von Eltern und Lehrkräften. Besonders geschätzt wird die Möglichkeit, Fragen direkt mit Fachleuten zu besprechen und praxisnahe Handlungsempfehlungen zu erhalten.
Abschließend zog Kriminaloberkommissar Bolle einen bildhaften Vergleich: "Das Internet ist wie ein weites, unberechenbares Meer. Wir können es nicht vollständig sichern, aber wir können unseren Kindern einen Rettungsring mitgeben. Wenn Eltern, Schule und Polizei gemeinsam handeln, lassen sich viele Gefahren frühzeitig abwenden."
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