Polizei nimmt Abholer nach Betrug am Telefon fest
(ivdh) Nach einem Telefonbetrug durch einen falschen Bankmitarbeiter im Kreis Paderborn hat die Polizei am Mittwoch, 11. Februar, einen Abholer festgenommen. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 19-jährigen gebürtigen Afghanen, der in Wermelskirchen wohnt.
Vor dem Zugriff hatte die Polizei den Hinweis erhalten, dass sich bei einer 97-jährigen Frau ein falscher Bankmitarbeiter gemeldet habe. Der Telefonbetrüger hatte der Seniorin mitgeteilt, dass in Kürze ein angeblicher Mitarbeiter der Bank vorbeikommen würde, um ihre Bankkarte samt PIN vor einem illegalen Zugriff zu sichern. Die Frau sagte zunächst zu, wurde dann aber misstrauisch und informierte ein Familienmitglied, das wiederum die Polizei verständigte.
Als der Tatverdächtige schließlich gegen 14.40 Uhr bei der 97-Jährigen klingelte, stellten ihn die eingesetzten Beamten und nahmen den jungen Mann fest. Der Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an. Zu einem finanziellen Schaden kam es nicht.
Die Polizei warnt bereits seit einiger Zeit durch die Kampagne "Geschockt am Telefon? Auflegen!" vor den verschiedensten Betrugsarten am Telefon oder in Chats. Angerufene sollten stets misstrauisch sein, wenn ihnen am Telefon angebliche Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Bankmitarbeiter Geschichten von Unfällen, Einbrüchen, unsicheren Bankkarten oder Gewinnen erzählen. Niemals sollten persönliche Daten oder PINs sowie Angaben zu Geldsummen oder Wertgegenständen herausgegeben werden. Stattdessen rät die Polizei, aufzulegen, und - wie in diesem Fall - einen Familienangehörigen zu kontaktieren.
Darüber hinaus sollten Betroffene über die Notrufnummer 110 eine Anzeige bei der echten Polizei erstatten. Weder Polizei, noch Staatsanwaltschaft, Gerichte oder Banken fragen am Telefon sensible Daten ab. Weitere Informationen zur Polizeikampagne gegen den Telefonbetrug gibt es auf der Homepage: https://paderborn.polizei.nrw/artikel/geschockt-am-telefon-auflegen
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