OH – Scharbeutz / Zeugenaufruf – Betrug durch Schockanruf
Am 10.02.2026 (Dienstag) kam es in Scharbeutz zu einem Schockanruf bei einem Senior. Die Tatverdächtigen übten Druck auf den Mann aus, sodass er ihnen schließlich Gegenstände im Wert von 1000EUR aushändigte. Die Bezirkskriminalinspektion Lübeck hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen.
Ersten Erkenntnissen zufolge erhielt der Senior aus Ostholstein gegen 19:00 Uhr einen Anruf auf seinem Festnetztelefon von einer männlichen Person. Der Anrufer habe sich als Polizist aus Bayern vorgestellt und geschildert, dass der Sohn des Geschädigten einen Unfall verursacht habe. Die Unfallgegnerin habe schwere Verletzungen erlitten und sei nun daran verstorben.
Der Sohn müsse ins Gefängnis, es sei denn, der Senior zahle 30.000EUR. Der Ostholsteiner habe mitgeteilt, dass er einen solchen Betrag nicht aufbringen könne. Daraufhin sei er zu Wertgegenständen in seinem Haus befragt worden und habe die Anweisung erhalten, diese an eine Abholerin zu übergeben.
Das Telefonat soll bis circa 21:30 Uhr angedauert haben. Zu diesem Zeitpunkt sei die Abholerin bei dem Senioren erschienen und habe die Geldwerte entgegengenommen.
Die Frau soll in deutscher Sprache gesprochen haben. Sie sei circa 170 cm groß, 40-50 Jahre alt und habe mittellange grau-braune Haare. Zudem sei sie mit einem braun-beigen Mantel bekleidet gewesen.
Die ermittelnden Beamten bitte um Mithilfe bei der Suche nach der tatverdächtigen Frau. Zeugen, die im Bereich der Straße Kammerweg oder Am Bürgerhaus am 10.02.2026 in der Zeit von 19:00 Uhr bis 23:00 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich unter 04503 4081 50 oder per E-Mail unter AKTdf.Luebeck.BKI@polizei.landsh.de mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.
Um sich wirksam vor Schockanrufen und ähnlichen Phänomen zu schützen, rät die Polizei zu besonderer Vorsicht und gibt folgende Verhaltenstipps:
- Misstrauen bewahren: Seien Sie misstrauisch bei Anrufen von
angeblichen Polizeibeamten, Staatsanwälten oder anderen
Behördenvertretern - besonders wenn Geldforderungen geäußert
werden. - Keine persönlichen Informationen: Geben Sie am Telefon keine
Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. - Rückversicherungen einholen: Kontaktieren Sie direkt Angehörige
oder die örtliche Polizei über die ihnen bekannten Rufnummern -
verwenden Sie nicht die vom Anrufer genannten Erreichbarkeiten. - Keine Übergabe von Wertsachen: Übergeben oder deponieren Sie
niemals Bargeld oder Wertgegenstände auf Anweisung eines
Anrufers. - Nachbarn einbeziehen: Informieren Sie Nachbarn oder
Vertrauenspersonen, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. - Anzeige erstatten: Wenden Sie sich umgehend an die Polizei, wenn
Sie Opfer oder Zeuge eines solchen Vorfalls wurden.Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Lübeck
Stabsstelle / Öffentlichkeitsarbeit
Anna Julia Meyer
Telefon: 0451 / 131 - 2005
Fax: 0451 / 131 - 2019
E-Mail: Pressestelle.luebeck.pd@polizei.landsh.de