Pressemitteilung der Polizeiinspektion SZ/PE/WF vom 19.02.2026.

Polizei warnt vor "Job-Scamming": So funktioniert der Betrug mit Fake-Stellenangeboten Die Polizei warnt vor einer zunehmenden Betrugsmasche im Internet: Dem sogenannten "Job-Scamming". Dabei kopieren oder verfälschen Täterinnen und Täter die Webseiten real existierender Unternehmen und veröffentlichen gefälschte Stellenanzeigen auf Online-Jobbörsen, in sozialen Netzwerken oder versenden unaufgefordert Jobangebote per Messenger-Dienst. Es handelt sich nicht um echte Arbeitsangebote, sondern um gezielt angelegte Betrugsdelikte. Die Täter nutzen dabei aus, dass Bewerbungsverfahren, Vertragsabschlüsse und Zahlungsabwicklungen heute häufig vollständig digital erfolgen. So gehen die Täter vor In vielen Fällen erhalten Betroffene unerwartet ein Jobangebot - beispielsweise über WhatsApp, Telegram, SMS, E-Mail oder LinkedIn. Es werden aber auch Jobs angeboten als sogenannte "App-Tester". Typisch ist: - Das Angebot klingt "zu gut, um wahr zu sein" - ein sehr hoher Verdienst wird versprochen, geringer Arbeitsaufwand in Aussicht gestellt und es sind keine besonderen Qualifikationen erforderlich. - Es erfolgt eine schnelle Zusage - oft ohne echtes Bewerbungsgespräch. - Der Kontakt läuft ausschließlich digital und meist nur über Messenger-Dienste. - Oftmals werden die Betroffenen zunächst aufgefordert, sich über ihren Ausweis zu legitimieren (Beispielhaft über Skype). Das wird dann oft genutzt, um anschließend widerrechtlich Konten auf den Namen der Betroffenen zu eröffnen, welche für Betrugstaten eingesetzt werden.Häufig angebotene "Jobs" sind unter anderem: - Paket- oder Warenagenten (Weiterleitung von Paketen), - Verfassen von Online-Bewertungen, - angebliche Verwaltung oder Transfer von Kryptowährungen, - Homeoffice-Tätigkeiten mit angeblicher Vorkasse für Arbeitsmaterialien oder "Freischaltungen".Typischer Ablauf des Betrugs Im weiteren Verlauf werden die Betroffenen aufgefordert: - Gebühren für Schulungen, Software, Arbeitsmittel oder eine angebliche "Freischaltung" zu zahlen, - Kopien von Ausweisdokumenten zu übermitteln, - Bankdaten oder Zugangsdaten preiszugeben, - ihr eigenes Konto als "Zwischenstation" für Geldtransfers zur Verfügung zu stellen.Letzteres kann dazu führen, dass Geschädigte unwissentlich in Geldwäschehandlungen verwickelt werden und sich selbst strafbar machen. Häufige Warnzeichen - Vorabzahlungen werden verlangt. - Kommunikation erfolgt ausschließlich über Messenger, nicht über offizielle Firmenadressen. - Sprachliche Fehler oder ungewöhnliche Formulierungen in E-Mails. - Nutzung ausländischer Telefonnummern. - Zeitdruck ("Angebot nur heute gültig!"). - Webseiten wirken echt, enthalten jedoch kleine Abweichungen in der Internetadresse.Ein zentrales Merkmal: Die Täter missbrauchen den Namen real existierender Unternehmen, indem sie deren Internetauftritt kopieren oder leicht verfälschen. Für Bewerberinnen und Bewerber ist der Betrug auf den ersten Blick oft nicht erkennbar. Was wollen die Täter? Die Ziele der Kriminellen sind eindeutig: - Geld durch angebliche Gebühren oder Investitionen, - personenbezogene Daten zur weiteren missbräuchlichen Verwendung, - Bank- und Zugangsdaten, - Nutzung von Konten als Instrument zur Verschleierung illegaler Geldströme.Neben finanziellen Schäden drohen Identitätsdiebstahl und langfristige Missbrauchsrisiken. Präventionshinweise der Polizei Die Polizei rät dringend: - Zahlen Sie niemals Geld im Voraus für einen angeblichen Job. - Geben Sie keine sensiblen Daten oder Ausweiskopien an Unbekannte weiter. - Unterschreiben Sie keine Verträge ungeprüft. - Überprüfen Sie Unternehmen eigenständig über Suchmaschinen (z. B. Firmenname + "Betrug" oder "Scam"). - Vergleichen Sie die Internetadresse mit der offiziellen Webseite des Unternehmens. - Melden Sie verdächtige Stellenangebote der jeweiligen Plattform und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.Grundsätzlich gilt: Seriöse Arbeitgeber verlangen keine Gebühren von Bewerberinnen oder Bewerbern. Die Polizei appelliert an alle Arbeitssuchenden, insbesondere an junge Menschen, Studierende und Personen in finanziell schwierigen Situationen: Seien Sie wachsam. Wenn ein Jobangebot außergewöhnlich lukrativ erscheint und ohne regulären Bewerbungsprozess zustande kommt, ist Vorsicht geboten. Rückfragen bitte an: Polizei Salzgitter Pressestelle/Öffentlichkeitsarbeit Matthias Pintak Telefon: 05341/1897-104 E-Mail: pressestelle@pi-sz.polizei.niedersachsen.de