Pressemitteilung der Polizeiinspektion SZ/PE/WF vom 19.02.2026.
Betrug über Instagram: Playstation-Codes von Schülerinnen erschlichen.
Polizei warnt vor sogenanntem Trickbetrug - Dunkelfeld vermutlich deutlich höher.
In den vergangenen sechs Wochen wurden mindestens vier Fälle angezeigt, bei denen Täter über die Plattform Instagram Playstation-Guthabenkarten von Schülerinnen erschlichen haben. Es handelt sich strafrechtlich um sogenannte Trickbetrugsdelikte.
Nach bisherigen Erkenntnissen nehmen die Täter gezielt Kontakt zu minderjährigen Schülerinnen auf. Über Direktnachrichten bauen sie zunächst Vertrauen auf - häufig unter dem Vorwand einer Freundschaft, romantischen Beziehung oder vermeintlichen Notlage. Im weiteren Verlauf werden die Betroffenen dazu gebracht, digitale Guthabenkarten für das PlayStation Network (PSN) zu kaufen und die Codes per Nachricht zu übermitteln.
Der Schaden beträgt pro eingelösten PSN-Code ca. 50 Euro. In den bislang angezeigten Fällen beläuft sich die Gesamtschadenshöhe pro Tat meist auf 100 bis 200 Euro. Es ist davon auszugehen, dass das tatsächliche Ausmaß deutlich höher liegt. Viele betroffene Schülerinnen erstatten zunächst keine Anzeige - häufig werden die Taten erst bekannt, wenn Eltern Unregelmäßigkeiten feststellen.
Was steckt hinter dem Phänomen?
Beim sogenannten "Guthabenkarten-Betrug" nutzen Täter die Anonymität sozialer Netzwerke, um gezielt junge Menschen anzusprechen. Playstation-Guthabencodes sind besonders attraktiv für Kriminelle, da sie:
- anonym eingelöst werden können, - sofort verfügbar sind, - und sich kaum zurückverfolgen lassen.Oft agieren die Täter professionell, teilweise auch arbeitsteilig und aus dem Ausland. Die emotionale Manipulation ("Love Scamming light"), Gruppendruck oder auch subtile Drohungen spielen dabei eine Rolle.
Verhaltenstipps der Polizei
Eltern:
- Sprechen Sie regelmäßig mit Ihren Kindern über Online-Kontakte
und digitale Risiken. - Sensibilisieren Sie die Kinder für die Maschen von Betrügern. - Kontrollieren Sie ungewöhnliche Abbuchungen oder Käufe von
Guthabenkarten. - Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei - auch bei kleineren
Beträgen. Nur so kann das Ausmaß sichtbar werden.Schülerinnen und Schüler:
- Niemals Gutscheincodes oder Guthabenkarten an Unbekannte
weitergeben. - Seien Sie misstrauisch, wenn Online-Bekanntschaften um Geld oder
Codes bitten. - Blockieren Sie verdächtige Accounts und melden Sie diese direkt
auf der Plattform. - Holen Sie sich Hilfe bei Eltern, Lehrkräften oder der Polizei.Hinweis
Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, sollte umgehend Anzeige bei der zuständigen Polizeidienststelle erstatten. Jeder gemeldete Fall hilft, Täterstrukturen aufzudecken und weitere Straftaten zu verhindern.
Die Polizei rät: Seien Sie wachsam - digitale Freundschaften dürfen kein Einfallstor für Straftaten werden.
Rückfragen bitte an:
Polizei Salzgitter
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Matthias Pintak
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