Telefonbetrüger machen Beute als „Falsche Polizeibeamte“
(md) Am Mittwoch, 25. Februar, erbeuteten Telefonbetrüger gegen 15.20 Uhr, die sich als falsche Polizeibeamte ausgaben, bei einer 55-jährigen Frau im Kreis Paderborn einen fünfstelligen Geldbetrag. Die Polizei warnt eindringlich vor diesen "Schockanrufen".
Die Frau erhielt gegen 14:50 Uhr einen Festnetzanruf. Eine angebliche Polizistin behauptete, dass ihre Tochter einen Autounfall gehabt habe. Dabei sei sie über die rote Ampel gefahren und habe eine schwangere Frau überfahren. Diese sei anschließend auf dem Weg zum Krankenhaus verstorben. Im Hintergrund weinte eine weibliche Person.
Die Tochter sei in Haft und sie könne ihre Tochter gegen eine Kaution aus dem Gefängnis holen. Anschließend erfragte die angebliche Beamtin noch die Kontodaten der Angerufenen, sowie ihre Handynummer. Hier rief die Betrügerin erneut an und betonte, die Frau dürfe mit niemandem über den Sachverhalt reden.
Über den Handyanruf hielten die Betrüger ihr Opfer so lange am Telefon, bis die Frau den Geldbetrag von der Bank geholt und sich anschließend zur Übergabe mit einem Abholer traf. Hierbei sollte es sich um einen angeblichen Staatsanwalt handeln. Die Geldübergabe fand statt, der Abholer war ungefähr 1,80 Meter groß, kräftig, schwarz gekleidet, hatte schwarze Haare und einen Drei-Tage-Bart und stellte sich als Diekmann oder Diermann vor, ansonsten sprach er nicht.
Erst, nachdem die Frau das Geld ausgehändigt hatte, wurde sie, die immer noch unter dem Eindruck des Anrufs stand, misstrauisch und informierte ihren Mann und ihre richtige Tochter, die sie über den Betrug aufklärte.
Die Polizei warnt eindringlich vor den perfiden Machenschaften der Telefonbetrüger. Auch Angehörige werden gebeten, ältere Familienmitglieder wiederholt aufzuklären. Die Opfer werden systematisch über lange Zeit emotional unter Druck gesetzt, künstliche Intelligenz lässt Weinen im Hintergrund von angeblichen Töchtern, Söhnen oder Enkeln erschreckend echt erscheinen.
Umfangreiche Informationen hat die Polizei Paderborn im Internet bereitgestellt:
https://paderborn.polizei.nrw/artikel/geschockt-am-telefon-auflegen
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