(BC) Riedlingen – Betrüger am Telefon / Am Montag gab sich ein Unbekannter bei Riedlingen als Mitarbeiter eines Software Konzerns aus.
Der 67-jährige Riedlinger teilte der Polizei mit, dass er am späten Nachmittag auf seinem Computer eine Mitteilung eines mutmaßlichen Softwarekonzerns bekam. Daraufhin telefonierte er mit der angezeigten Telefonnummer. Am anderen Ende der Leitung war wohl ein Mitarbeiter des Softwareunternehmens. Durch geschickte Gesprächsführung erlangte der Unbekannte einen Fernzugriff auf den PC. Während des Telefonats forderte der Betrüger den Senior auf, sein Passwort für das Online Banking einzugeben. Spätestens da dämmerte es ihm, dass er einem Betrüger aufgesessen war. Der 67-Jährige beendete das Telefonat und schaltete den Computer aus. Durch einen Spezialisten wurde mögliche Schadsoftware entfernt. Seitens der Polizei wurde ihm unverzüglich zur Sperrung seiner Konten geraten. Den ersten Erkenntnissen zufolge gelang es dem Unbekannten nicht, Gelder vom Konto des Seniors zu transferieren.
Hinweis:
Die Polizei warnt davor, Kennwörter, PINs oder TANs am Telefon oder online weiterzugeben. Dies sind persönliche Daten, die dem Schutz dienen. Nutzer sollten ihre Rechner mit einer aktuellen Virensoftware schützen und sich über Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Emails oder dem Surfen im Internet informieren.
Die Polizei rät:
- Geben Sie auf keinen Fall private Daten heraus. Zum BeispielBankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten.
- Gewähren Sie einem Unbekannten niemals Zugriff auf IhrenRechner, wie beispielsweise mit der Installation einer
"Fernwartungs-Software". Wenn Sie bereits Opfer wurden:
- Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihnherunter.
- Ändern Sie über einen "nicht infizierten" Rechner unverzüglichmöglicherweise bekanntgewordene Passwörter.
- Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das"Fernwartungs-Programm" auf Ihrem Rechner löschen
- Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf,deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sein können.
- Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereitsdurch Betrüger getätigte Zahlungen zurückholen können.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
- Sollten Sie im Zusammenhang mit dem Firmennamen "Microsoft"betrogen worden sein, können den Betrug oder den Versuch des
Betrugs zusätzlich bei Microsoft melden:
www.microsoft.com/de-DE/concern/scam
Wichtige Tipps zum Schutz von Telefonbetrügern erhalten Sie in der Broschüre "Vorsicht, Abzocke!". Diese finden sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polizei-beratung.de. Um sie weiter für das Thema Telefontrickbetrug zu sensibilisieren, hat die Polizei gemeinsam mit der Landesprävention eine zehnteilige Clipreihe produziert, in der die Polizei sukzessive die verschiedenen Maschen erläutert. (https://www.youtube.com/playlist?list=PLHlto8FZiDxtThWg_QGl0xlDImmVjebf8)
++++0403821(TH)
Bernd Kurz, Tel. 0731/188-1111
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Ulm
E-Mail: ulm.pp@polizei.bwl.de