Drohszenarien an Schulen: Polizei und RLSB stärken gemeinsam Handlungssicherheit

Die Polizeidirektion Göttingen und die Regionalen Landesämter für Schule und Bildung (RLSB) Braunschweig und Hannover haben am Dienstag, den 10. März 2026, zu einem gemeinsamen Fachtag nach Göttingen eingeladen. Thema der Veranstaltung waren Drohszenarien an Schulen - darunter Droh-E-Mails, telefonische Bombendrohungen und Verdachtsfälle im Kontext Schulamok - sowie Ansätze der Traumasensitivität, psychologische Unterstützungsangebote und Fragen der Radikalisierungsprävention im schulischen Kontext. Ziel war es, Lehrkräfte, Schulleitungen und schulische Krisenteams darin zu unterstützen, in Krisensituationen handlungssicher, gut informiert und professionell zu agieren sowie Schule als sicheren und geschützten Ort zu erhalten. Eröffnet wurde der Tag von Tanja Wulff-Bruhn, Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen, Gertrud Plasse, schulpsychologische Dezernentin am RLSB Hannover, Torsten Glaser, Behördenleiter des RLSB Braunschweig, sowie Prof. Dr. Hermann Veith, Wissenschaftlicher Leiter des am Fachtag beteiligten Netzwerks Lehrerfortbildung (NLF). In ihrer Begrüßung sagte Tanja Wulff-Bruhn: "Schule ist ein Ort des Lernens, des Wachsens, der Begegnung - ein Raum, in dem junge Menschen Vertrauen entwickeln, Beziehungen gestalten und ihre Zukunft entwerfen. Gerade deshalb müssen wir reagieren, wenn es zu Situationen kommt, die dieses Gefühl von Sicherheit in-frage stellen." Ziel des Fachtags sei es, Handlungssicherheit zu geben, polizeiliches Handeln transparent und nachvollziehbar zu machen, aber vor allem die Schulen und das Personal zu stärken sowie gegen potenzielle Bedrohungen, aber auch Fakes resilienter zu machen, so Wulff-Bruhn. In den Tag starteten die Teilnehmenden mit einem Erfahrungsbericht eines Schulleiters aus Braunschweig sowie einem Überblick der Polizei zum Gefährdungsmanagement. Daran schloss sich eine Workshopphase an, in der sieben zentrale Themen rund um schulische Sicherheit und Krisenbewältigung behandelt wurden - darunter polizeiliche Sicherheitsberatung, Sicherheitskonferenzen, traumasensibles Arbeiten, Erste Hilfe bei psychischen Krisen, Verhalten im Akutfall, Radikalisierungsprävention sowie die Arbeit schulinterner Krisenteams. Thematischer Mittel-punkt war die strukturelle und praktische Vorbereitung auf Krisensituationen. "Schulen brauchen klare, erprobte Abläufe für den Ernstfall. Der Fachtag vermittelt konkrete Verfahren, stärkt die Zusammenarbeit mit Polizei und Krisenteams und schafft mehr Handlungssicherheit im Schulalltag", betonte Gertrud Plasse. Der Fachtag, der jährlich vom Präventionsbereich der Polizeidirektion Göttingen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der RLSB organisiert und ausgerichtet wird, ist Teil einer Kooperationsvereinbarung, die 2020 geschlossen und 2024 im vergangenen Jahr erneuert wurde. Im Mittelpunkt steht die Präventionsarbeit an Schulen. Mit der Veranstaltung bekräftigen Polizei und Schulbehörden ihre enge Zusammenarbeit, um Handlungssicherheit zu stärken und Schulen als sichere Lernorte zu erhalten. Torsten Glaser erklärte: "Prävention wirkt vor allem dann, wenn Zuständigkeiten verbindlich geklärt sind. Gemeinsame Standards, abgestimmtes Handeln und transparente Kommunikation geben Schulen im Akutfall Sicherheit und klare Orientierung." Rückfragen bitte an: Polizeidirektion Göttingen Natalia Bornemann-Zarczynska Telefon: 0551/491-1004 E-Mail: pressestelle@pd-goe.polizei.niedersachsen.de